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57 Medizinstudenten haben ihre klinische Ausbildung in OWL begonnen

Start: Die neuen Studierenden werden am Medizin Campus OWL begrüßt.

Herzlich willkommen in Ostwestfalen, hieß es am Montag (7. Oktober) für 57 Medizinstudierenden der Ruhr-Universität Bochum auf dem Medizin Campus OWL im Hörsaal des Lehrgebäudes am Universitätsklinikum Minden.

Die Studierenden sind der vierte Jahrgang, der im Uniklinikum Minden, im Herz- und Diabeteszentrum NRW, im Klinikum Herford, am Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke und an der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen den klinischen Teil seines Studiums absolviert.

Begrüßt wurden die Studierenden in Minden vom Ärztlichen Direktor des Johannes Wesling Klinikums, Professor Dr. Hansjürgen Piechota, dem Lehrkoordinator Professor Dr. Jörg Radermacher, dem Direktor der Uniklinik für Urologie im Klinikum Herford, Prof. Dr. Klaus Weichert-Jacobsen, und von Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Professor Dr. Hansjürgen Piechota betonte in seiner Ansprache das ärztliche Selbstverständnis.

Sie sind Heiler, aber auch die Advokaten der Kranken und Schwachen. Und dabei sind Sie zu allererst Ihrer fachlichen Kunst und Ihrem ärztlichen Gewissen verpflichtet“, so Professor Piechota. Er riet den Nachwuchsärzten fortwährend Fragen zu stellen. „Nutzen Sie die kurzen Wege zwischen dem Lehrbetrieb und der klinischen Praxis. Das ist bei uns hier am Medizin Campus OWL ein ganz großer Vorteil“, so Piechota. Bürgermeister Michael Jäcke machte Werbung für Minden und die Region OWL. „Ostwestfalen hat sehr, sehr schöne Seiten. Ich lade Sie ein, diese zu entdecken“, so Jäcke.

"Jeder Veränderung wohnt auch eine neue Chance inne"

Der Forschungsdekan der Ruhr-Universität Bochum Professor Dr. Ralf Erdmann lobte in seiner Ansprache an die Studierende die Ausbildungsqualität am Medizin Campus OWL. „Die regelmäßigen Evaluationen der Lehrqualität durch die Studierenden sind hervorragend. Das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden könnte besser kaum sein. Hier sind Sie wertgeschätzt und willkommen. Ich kann Ihnen sagen, dass erleben Studierende an Bochumer Kliniken nicht immer“, betonte Professor Dr. Ralf Erdmann. Dieses besondere Engagement für den Nachwuchs hat auch schon Früchte getragen: „In den Befragungen die wir gemacht haben, zeigt sich, dass zehn Prozent der Medizinstudenten in jedem Fall in OWL bleiben wollen, 20 Prozent gaben an, ‚wahrscheinlich‘ in OWL bleiben zu wollen. Und das obwohl damals die meisten an den Medizin Campus OWL gelost wurden.“

Wie gut die Lehre in Ostwestfalen ist hat, sich mittlerweile offenbar auch unter den Studierenden in Bochum herumgesprochen. Von den 57 Studierenden haben sich 40 freiwillig für einen Umzug nach Ostwestfalen entschieden – nachdem sie zuvor dreieinhalb Jahre in Bochum studiert und viele dort ihr persönliches Lebensumfeld hatten. Professor Dr. Hansjürgen Piechota zeigte in seiner Ansprache aber auch Verständnis für diejenigen, die das Los nach OWL geführt hat: „Hadern Sie nicht. Als jemand, der auch nach seinem Studium aus Bochum vertrieben wurde, kann ich sagen: Jeder Veränderung wohnt auch eine neue Chance inne – und wir werden Ihnen helfen.“