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Patienten mit Herzrhythmusstörungen profitieren von neuer Qualifikation

Klinik für Kardiologie erhält Berechtigung zur Verleihung der Zusatzbezeichnung Spezielle Rhythmologie

Die Kardiologie im Klinikum Herford ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Ausbildungsstätte für die Zusatzbezeichnung „Spezielle Rhythmologie – aktive Herzrhythmusimplantate“ anerkannt worden. Damit darf die Klinik jetzt Ärzte für diesen hochspezialisierten Bereich selbst ausbilden. Jährlich werden am Klinikum Herford über 350 operative Eingriffe, beispielsweise Implantationen von Herzschrittmachern, Defibrillatoren, Resynchronisatonsgeräten oder Ereignisrecordern durchgeführt.

„Mit der Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie wird bestätigt, dass unsere Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der klinischen Medizin und der Wissenschaft sind. Wir sind stolz darauf, dass wir in wenigen Jahren den Bereich der Rhythmologie so erfolgreich ausgebaut und jetzt diese Auszeichnung erhalten haben“, so Prof. Jan Kähler, Chefarzt der Klinik.

Patienten können wohnortnah versorgt werden

Als erste Mitarbeiterin aus seinem Team hält Valjbona Nelovic stolz ihr Zertifikat in den Händen. Sie hat die Weiterbildung erfolgreich bestanden und darf nun die Zusatzbezeichnung „Spezielle Rhythmologie – aktive Herzrhythmusimplantate“ führen. Die Oberärztin der Klinik für Kardiologie betreut bereits seit 2007 Patienten mit Herzrhythmusstörungen im Klinikum. „Durch das Curriculum kann ich nun alle Patienten, bei denen die Therapie mit einem Herzschrittmacher oder Defibrillator in Frage kommt, von der Indikationsstellung bis zur langfristigen Nachsorge eigenständig behandeln und auch die operativen Eingriffe mit sehr gutem Erfolg durchführen. Die Patienten profitieren dadurch, weil wir sie nun wohnortnah noch besser versorgen können“, erklärt Valjbona Nelovic.

Ihr Ausbilder und Leiter des Qualifizierungsprogramms, Dr. Klaus-Jürgen Gutleben, macht deutlich, wie vielfältig die Kardiologie und ihre Ausbildung mittlerweile geworden ist: „Die Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen ist Bestandteil der normalen Kardiologie. Mit der Zusatzqualifikation ‚Spezielle Rhythmologie‘ werden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten anerkannt, die von der Oberliga der Deutschen und Europäischen Fachgesellschaften festgelegt werden, und die nur wenigen Zentren erfüllen können. Mindestens 15 Monate müssen die bereits fertig ausgebildeten Kardiologen zusätzlich absolvieren und ein festgelegtes Programm mit drei Stufen absolvieren“. Die Akkreditierung des Zentrums und dessen Leiter erfolgte durch eine Kommission der kardiologischen Fachgesellschaft in einem anspruchsvollen Zertifizierungsverfahren, in dem unter anderem die Leistungszahlen und die Qualität der Eingriffe überprüft wurden.

Was versteht man unter Rhythmologie?

Die Rhythmologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die in unterschiedlichsten Formen vorkommen, sowie mit der Diagnostik und Behandlung von kurz-anhaltenden Bewusstlosigkeiten (Synkopen). Seit Juni 2020 ist die Klinik eine von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Ausbildungsstätte für die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie – Aktive Herzrhythmusimplantate.

In der Klinik für Kardiologie des Klinikums werden implantierbare Geräte wie Herzschrittmacher, die selbstständig Herzrhythmusstörungen erkennen und behandeln können, implantiert. Neben den bekannten „normalen“ Herzschrittmachern zählen dazu auch implantierbare Defibrillatoren gegen schnelle Herzrhythmusstörungen und Geräte zur „kardialen Resynchronisation“, die mit mehreren Elektroden die Pumpleistung des Herzens verbessern.

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26 Juli 2021
Frauenheilkunde und Geburtshilfe Mo. 19:00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Jeden zweiten und vierten Montag im Monat können sich werdende Eltern zukünftig rund um die Geburt i ...