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Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer seltener Todesursache

Im Gespräch: Prof. Dr. Jan Kähler.

Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in vielen europäischen Ländern zurückgegangen, so auch im Kreis Herford. Warum das so ist und was man unter dem Begriff versteht, erklärt Prof. Jan Kähler, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Klinikum Herford, im Interview.

Was versteht man unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Erkrankungen des Herzens, meistens Herzschwäche oder Herzkranzgefäßverengungen und die Erkrankungen der großen Gefäße, z.B. der Halsschlagadern, der Hauptschlagader (Aorta) oder der Beingefäße. Die meisten dieser Erkrankungen sind chronisch und bedürfen einer lebenslangen Behandlung. Da diese Krankheiten viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen aufweisen, werden sie oft mit dem Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengefasst.

Welche gehören zu den häufigsten?
Die mit Abstand häufigste Erkrankung ist die arterielle Hypertonie. Sie tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Weitere häufige Erkrankungen sind die Herzmuskelschwäche und Herzinfarkte.

Insgesamt sterben immer weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Was denken Sie, warum das vor Jahren noch anders war?
Da es immer mehr ältere Menschen gibt, die dann häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, und da immer mehr Menschen übergewichtig sind, hätte die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen eigentlich zunehmen müssen. Es ist deshalb besonders erfreulich, dass die Zahl dennoch rückläufig ist.

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Durch das Rauchverbot in Gaststätten seit 2007 hat die Zahl der Raucher und der Passivraucher deutlich abgenommen. Auch das Bewusstsein von Ärzten und Patienten für Risikofaktoren wie die arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen hat sich verbessert und dazu beigetragen, dass die Risikofaktoren deutlich besser behandelt werden. Weiterhin haben sich auch die Medikamente und die technischen Möglichkeiten, wie z.B. die minimal-invasive Behandlung der Herzkranzgefäße, bedeutend verbessert.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bietet die Klinik für Kardiologie im Klinikum Herford an?
In der Kardiologie des Klinikum Herford können alle Herz-Kreislauferkrankungen mit den modernsten Methoden versorgt werden: Bei Patienten mit hohem Blutdruck oder Herzmuskelschwäche erfolgt die Behandlung meist zunächst mit Medikamenten. Bei Patienten mit Herzinfarkt werden mit einem Katheter die verschlossenen Herzkrankgefäße rund um die Uhr schnellstmöglich wiedereröffnet.

Durch die gute Vernetzung mit dem Rettungsdienst gelingt es meist, in weniger als einer Stunde nach dem Anruf des Patienten bei der 112 das Gefäß wieder zu eröffnen. Auch wenn der Schwerpunkt des Krankenhauses auf der Behandlung von akuten Erkrankungen liegt, kümmern wir uns bei unseren Patienten auch um die Vorbeugung von weiteren Erkrankungen, in dem z.B. Patienten mit Diabetes mellitus oder Risikofaktoren medikamentös optimal eingestellt werden.

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Das Prager-Eltern-Kind-Programm (PEKIP) ist ein Konzept für Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr.

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