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Gastroenterologie, Pneumologie, Diabetologie und Geriatrie

Pneumologie

Pneumologie

Für planbare stationäre Aufenthalte bitten wir Sie, telefonisch einen Aufnahmetermin zu vereinbaren. Dieses ist montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr über unser Sekretariat möglich unter 05221 94 24 34.

Notfallmäßige stationäre Aufnahmen sind jederzeit über unsere Zentrale Notaufnahme möglich.

In der Pneumologie behandeln wir alle Erkrankungen der Lunge, der Bronchien und des Rippenfells. Die häufigsten Erkrankungen der Bronchien sind beispielsweise die COPD (chronische Bronchitis) und das (allergische) Asthma bronchiale.

Häufige Erkrankungen des Lungengewebes sind das Lungenemphysem, akute oder chronische Lungenentzündungen und krankhafte Veränderungen des Lungenstützgewebes (Fibrosen). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diagnosesicherung von unklaren, durch Röntgen oder CT (Computertomografie) nachgewiesenen „Rundherden“ in der Lunge.

Bei Erkrankungen des Rippenfells stehen vor allem Rippenfellentzündungen oder bösartige Veränderungen des Rippenfells im Vordergrund. Gemeinsame Endstrecke vieler Erkrankungen der Lunge, der Bronchien oder auch der Muskulatur ist eine Überlastung der Atemmuskulatur mit folgender Atemschwäche bis hin zum Atemversagen, welches eine Beatmungstherapie erforderlich macht.

In der Diagnostik stehen uns alle Verfahren der Lungenfunktionsdiagnostik (Bodyplethysmographie, CO-Diffusionsmessung, Messung der Atempumpe, Blutgasanalyse, Spiroergometrie, FeNO-Messung) zur Verfügung. Auch Allergietestungen sind möglich (Prick-Test, serologisch).

Im Bereich der pneumologischen Endoskopie führen wir Spiegelungen der Atemwege (Bronchoskopien) vorwiegend in flexibler, aber auch in starrer Technik durch. Die Untersuchungen erfolgen überwiegend in Kurznarkose. Bei längeren Eingriffen und/oder schwer kranken Patienten können die endoskopischen Untersuchungen ebenfalls unter Beatmung (sowohl nicht-invasiv (‚Maskenbeatmung‘) als auch invasiv) durchgeführt werden. Der endobronchiale Ultraschall (EBUS) ist ein fest etabliertes Verfahren zur genaueren Betrachtung des „Mediastinums“, also des Raumes um die Bronchien herum, welches wir regelmäßig anwenden.

Häufig ist die Entnahme von Gewebeproben zur Diagnosefindung unumgänglich. Hierfür stehen uns folgende Techniken zur Verfügung:

  • Bronchiallavage, inklusive Broncho-Alveolärer Lavage (BAL)
  • Zangenbiopsien, auch unter Durchleuchtung (als sogenannte „transbronchiale Biopsien“)
  • Endosonographisch gesteuerte Feinnadelaspiration (EBUS-TBNA)
  • Kryobiopsien, auch unter Durchleuchtung

Bronchoskopien können nicht nur zur Diagnostik, sondern ebenso zur Therapie zahlreicher Erkrankungen erforderlich sein. Sogenannte „therapeutische oder interventionelle Bronchoskopien“ erfolgen bei uns in folgenden Fällen:

  • Zur Blutstillung bei Blutungen aus dem Lungengewebe bzw. den Bronchien, auch mittels Argon-Plasma-Koagulation (APC-Therapie)
  • Zur Abtragung von Gewebe, welches die Bronchien einengt (meistens Tumorgewebe)
  • Zum Einbringen von „Atemwegsschienungen“, sogenannten Stents
  • Zur Therapie einer schweren „Lungenüberblähung“, dem Lungenemphysem, durch das Einbringen von Ventilen (Endoskopische Lungenvolumenreduktion, ELVR)

Zur Beurteilung der Lunge bzw. des Rippenfells sind in der Regel bildgebende Verfahren, wie Röntgen und Computertomografien erforderlich, welche hier im Haus durch die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie durchgeführt werden. Mittels Ultraschall (Sonografie) haben wir außerdem die Möglichkeit, Teile des Lungengewebes und des Rippenfells zu beurteilen.

Insbesondere bei Flüssigkeitsansammlungen im Rippenfellraum (sogenannte „Pleuraergüsse“) ist die Ultraschall-Untersuchung zur Beurteilung, aber auch zur ultraschall-gesteuerten Punktion dieser Flüssigkeitsansammlungen wichtig. Falls erforderlich, kann so ebenfalls eine kontinuierliche Ableitung der Flüssigkeit durch das Einbringen einer Drainage erfolgen. Eine Drainagen-Anlage erfolgt immer mit örtlicher Betäubung, in der Regel aber auch mit zusätzlicher Kurznarkose.

Wir sind bemüht, alle Patienten mit Lungen- und/oder Bronchialerkrankung auf unserer pneumologischen Schwerpunktstation zu betreuen. Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Teams der Atem- und Physiotherapie versuchen wir, Sie schnellstmöglich wieder „auf die Beine zu bringen“.

Um die Bewegungsfähigkeit auch während einer akuten Erkrankung zu ermöglichen, stehen tragbare Sauerstoff-Einheiten zur Verfügung. Beim Erlernen und Üben von Inhalations- und Atemtechniken hilft Ihnen unser speziell geschultes Pflegepersonal gerne. Um noch mehr Unterstützung hierbei anbieten zu können, lassen wir Kolleginnen und Kollegen gezielt zu sogenannten Atmungstherapeutinnen und -therapeuten ausbilden.

Bei fortgeschrittenen Erkrankungsstadien oder bei primären Erkrankungen der Muskulatur oder des Nervengewebes kann eine Überlastung der Atemmuskulatur (der sogenannten „Atempumpe“) resultieren. Diese kann mittlerweile gut mit einer Heimbeatmungstherapie, welche in der Regel zur Nacht über eine Maske durchgeführt wird, behandelt werden.

Eine solche Therapie muss natürlich eingestellt, geübt und regelmäßig kontrolliert werden. Auch dieses führen wir, in Kooperation mit unserem Schlaflabor, auf unserer Schwerpunktstation durch. Kontrollen einer Heimbeatmungstherapie (nicht-invasive Heimbeatmungstherapie, NIV) erfolgen im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes (1-2 Nächte).

Als Spezialisten für die „Atmung“ fühlen wir uns auch für die Atemstörungen im Schlaf zuständig. Die häufigste Störung ist hierbei sicherlich das sogenannte „obstruktive Schlafapnoesyndrom“, also Atemaussetzer in der Nacht, meistens verbunden mit Schnarchen. Aber auch komplexere Atemstörungen oder Bewegungsstörungen im Schlaf kommen vor.

Um diese Erkrankungen bestmöglich diagnostizieren und dann auch therapieren zu können, betreiben wir ein ambulantes Schlaflabor mit vier Messplätzen sowie eine schlafmedizinische Sprechstunde. Für das Schlaflabor haben wir eine eigene Informations-Broschüre erstellt, welche Sie im Download-Bereich finden.