Patienteninformation

Hautpflege

Ausgeprägte Hautreaktionen treten bei Anwendung moderner Bestrahlungsgeräte durch Verlagerung des Dosismaximums in die Tiefe relativ selten auf. Besonders empfindliche Hautpartien befinden sich im Halsbereich, in der Achselhöhle, der Leiste sowie im Dammbereich. Hier können Hautrötungen trotz moderner Radiotherapie auftreten.

Das früher regelmäßig erteilte Waschverbot während der Strahlenbehandlung gilt heute als überholt. Untersuchungen haben gezeigt, dass gewaschene Haut die Bestrahlung besser verträgt als 6–8 Wochen ungewaschene Haut, insbesondere im Bereich von Hautfalten. Vorsichtiges Duschen mit klarem körperwarmem Wasser und anschließendem Trockentupfen mit einem weichen Frottiertuch ist heute allgemein üblich. Bei Hautrötungen (Erythem) oder störender Hauttrockenheit helfen häufig auch Salben (z.B. Panthenol) oder Feuchtigkeit spendende Lotionen (z. B. Linimentum aquosum).

Die bestrahlte Haut sollte keinen mechanischen (Reiben, Massieren, Bürsten), thermischen (heiße Umschläge, Infrarotbestrahlung, Solarium, Sauna) oder chemischen (Alkohol, Parfüm, Deospray, Rheumasalben) Reizen ausgesetzt werden. Keine beengende und scheuernde Kleidung tragen.


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