Richtlinie zur Umsetzung des Transplantationsgesetzes

6. Organprotektive Intensivtherapie

Bei beatmeten Patienten mit primärer oder sekundärer Hirnschädigung, bei denen der Verdacht auf das Vorliegen eines Hirntodes besteht, wird vor einer Therapiereduktion die Hirntoddiagnostik angestrebt.

 

Bei potenziellen Organspendern werden bis zur Entscheidung über eine Organentnahme und ggf. bis zu deren Durchführung die intensivmedizinischen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen in weitgehend physiologischen Grenzen fortgeführt, um eine optimale Funktion der zur Transplantation vorgesehenen Organe sicherzustellen.

Untersuchungen zur Feststellung von Kontraindikationen gegen eine Organspende (z. B. Virus-Serologie) dürfen beim Verdacht des Hirntodes durchgeführt werden, Untersuchungen zur Vermittlung von Spenderorganen erst bei Vorliegen aller Voraussetzungen (abgeschlossene Hirntoddiagnostik, Vorliegen der Zustimmung).


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