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17.07.2018
In der linken Herzkammer wird der Clip zwischen die beiden Segel der Mitralklappe platziert.


Kurzatmigkeit, Luftnot, Schwäche. Viele Jahre haben Brigitte Leiste diese Symptome begleitet – jeden Tag. „Ich konnte keine Treppe mehr steigen. Schon morgens nach dem Aufstehen war ich völlig erschöpft. Das war keine Lebensqualität mehr“, erinnert sich die 73-Jährige. Eine undichte Herzklappe, die Mitralklappe, wurde als Ursache für ihr Leiden erkannt. Aufgabe der Herzklappen ist es, den Blutstrom durch die vier Kammern des Herzens zu leiten. Sie öffnen und schließen sich wie Ventile, damit es in die richtige Richtung strömen kann. Die Mitralklappe sorgt dafür, dass das sauerstoffangereicherte Blut aus der Lunge vorwärts fließt und sich im Körper verteilt. Schließt die Mitralklappe nicht mehr dicht, so fließt das Blut zurück.

Bei schweren Formen der Mitralklappeninsuffizienz ist die herzchirurgische Behandlung das seit vielen Jahren übliche Therapieverfahren. Für manche Patienten stellt ein solcher Eingriff ein zu hohes Risiko dar. Auch Brigitte Leiste zählte zu dieser Risikogruppe. In der Klinik für Kardiologie und konservative Intensivmedizin des Klinikums konnte ihr dennoch geholfen werden. „Die Behandlung mit einem MitraClip war für Brigitte Leiste die richtige Alternative“, erläutert Chefarzt Prof. Jan Kähler. Er und das „Herz-Team“, bestehend aus Kardiologen, Anästhesisten und Herzchirurgen, haben den Eingriff geplant und durchgeführt.

„Der 13 Millimeter große Clip wird in Kathetertechnik über die linke Leiste eingeführt und, in der linken Herzkammer angekommen, zwischen die beiden Segel der Mitralklappe gesetzt. Dabei wird das Herz nicht in seiner Arbeit gestört“, veranschaulicht der leitende Oberarzt der kardiologischen Klinik, Dr. Krzysztof Pujdak. Eine Ultraschallkontrolle ermöglicht eine exakte Platzierung des Clips an der undichtesten Stelle. „Das Verfahren dauert meist nicht länger als eine Stunde, eine Eröffnung des Brustraums ist nicht notwendig. Das Risiko für den Patienten wird dadurch enorm verringert“, erklärt Prof. Kähler.

„So gut wie jetzt habe ich mich lange nicht gefühlt“, beschreibt Brigitte Leiste und schmunzelt. „Ich will in meinem Alter keine Bäume mehr ausreißen, aber Unkraut ziehen im Garten, das kann man von einer Rentnerin doch noch erwarten.“

 

 

 

 

 

 

 

 


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