Aktuelles

17.05.2018

Bestnote für Knieprothese

Zufrieden: Drei Monate nach dem Eingriff sehen sich Patientin und Operateur wieder.
Das Ergebnis: Dr. Denstorf-Mohr und Ilse Jakob im Gespräch.
Die runde Form macht die Prothese anatomischer. Von einer natürlichen Beweglichkeit trotz künstlichem Gelenk profitiert der Patient.
Schmerzfrei kann Ilse Jakob ihr Knie durchbewegen.

 

Im Endoprothetik-Zentrum des Klinikums profitieren Patienten von anatomischem Gelenkersatz

„Schauen Sie mal, das ist doch toll geworden oder?“, fragt Ilse Jakob ihren Operateur und lacht. Sie sitzt auf der Bettkante, streckt und beugt ihr Knie, fast so, als wäre nichts gewesen. Es ist die erste Visite von Dr. Rainer Denstorf-Mohr am Nachmittag des OP-Tags. Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie im Klinikum hatte seiner Patientin einige Stunden zuvor eine Knieteilprothese eingesetzt, die sogenannte Schlittenprothese. Als einziges Krankenhaus in der Region setzt das Klinikum die neueste Generation des unter Fachärzten geschätzten Knieteilersatzes ein. Der Vorteil: „Die spezielle Form der neuen Schlittenprothese macht sie anatomischer. Die natürliche Beweglichkeit kann erhalten bleiben. Für den Patienten fühlt es sich fast so an, als wäre es sein eigenes Gelenk“, erklärt Dr. Denstorf-Mohr.

Ilse Jakob litt über viele Jahre unter Schmerzen im Knie. „Ein Schmerz, der sich wie plötzliche Nadel- oder Messerstiche anfühlt“, beschreibt sie. Bei ihrem Orthopäden erhielt sie Spritzen, die den Schmerz erträglicher machten, bis die Zeitabstände immer kürzer wurden. Das MRT gab Aufschluss über den Fortschritt der Arthrose. „Mein Arzt riet mir schließlich zur Operation“, erinnert sich die 76-Jährige.

Der operative Eingriff im Klinikum erfolgte schonend, immer mit dem Ziel, möglichst wenig der echten Gelenk- und Knorpelmasse zu entfernen. „Während der OP ist kleinste Präzision gefragt, obgleich sie doch für den Laien sicher sehr mechanisch wirkt“, weiß der Chefarzt, dessen hoch spezialisiertes OP-Instrumentarium, bestehend aus Hammer, Nägeln und Bohrmaschine, auf den ersten Blick eher dem Werkzeugkoffer eines Heimwerkers ähnelt. In mehreren Schritten wurde die Größe der Prothese ausgemessen, um sie ganz individuell anpassen und einsetzen zu können.

Seit der Operation von Ilse Jakob sind drei Monate vergangen. „Ich merke noch, dass da etwas war, darf mich aber wohl so wenige Wochen nach dem Eingriff nicht über das Ergebnis beschweren“, schmunzelt sie. „Ich kann alles machen, was ich vorher auch machen konnte, mit dem Unterschied, dass ich es schmerzfrei tue. Ich gebe Dr. Denstorf-Mohr und seinem Team gern die
Note 1.“

Über die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie
Die Klinik ist zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum (EPZ). Als Voraussetzungen für eine Zertifizierung gelten klare Vorgaben. 500 endoprothetische Eingriffe werden im Jahr in der Klinik durchgeführt. Die vorgeschriebene Mindestmenge wird damit weit übertroffen. Während der letzten Überprüfung des EPZ bescheinigte ein externer Spezialist eine außergewöhnliche Qualität. Eine interne Befragung der Klinik machte die Zufriedenheit der Patienten deutlich. Die postoperative Gelenkfunktion und das sehr reduzierte Schmerzempfinden wurden als besonders hervorgehoben.


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