Lernen, Forschen und Arbeiten
Anästhesieüberwachung im OP

Curriculum zur strukturierten Weiterbildung in der Anästhesie – Herforder Modell

Neben den Aufgaben in der Krankenversorgung ist Weiterbildung eine zentrale Aufgabe der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Rettungsmedizin und Schmerztherapie. Nur durch eine fundierte Aus- und Weiterbildung ist die optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Das Weiterbildungskonzept unserer Klinik ist in Anlehnung an das Curriculum der Medizinischen Hochschule Hannover erarbeitet worden und dient dazu, die Ausbildung in einem breiten klinischen Spektrum auf einem qualitativ hochwertigen Stand zu gewährleisten.

Die Ausbildung in der Anästhesiologie gliedert sich in zwei Abschnitte:
Im ersten Abschnitt, der sogenannten Einführungsphase, durchläuft die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in zeitlich vorgegebenen Abständen alle wichtigen Fachabteilungen des Klinikums. Es werden zunächst die Grundlagen der Anästhesiologie vermittelt, danach die Grundzüge der Narkose erlernt und im weiteren Verlauf eigenständiges Arbeiten entwickelt.

Die Einführungsphase
Grundlage der Arbeit in der Einführungsphase ist eine engmaschige Supervision durch den für den OP-Bereich zuständigen Oberarzt der Anästhesiologie.

Mit dem Durchlaufen der Einführungsphase, welche in der Regel innerhalb eines Jahres abgeschlossen ist, erlangt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Qualifikationen zur Erweiterung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Man spricht von einem kompetenzbasierten Training.

Die Ausbauphase
An die Einführungsphase schließt sich die Ausbauphase an. Diese reicht bis zur Erlangung des Facharztes und schließt obligatorisch zwölf Monate Einsatz in der Intensivmedizin mit ein. Die Teilnahme am Notarztdienst der Stadt Herford ist Abteilungsaufgabe und wird durch die Vermittlung der notwendigen Qualifikationen ermöglicht.

In der Ausbauphase wird das bis dahin Erlernte vertieft und die Anforderungen schrittweise erweitert. Die sonographische Regionalanästhesie, Narkosen bei Säuglingen und kleinen Kindern, sowie die Zunahme des Schweregrades der Erkrankungen sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen in dieser Phase.

Operative Bereiche, die im Klinikum Herford nicht angeboten werden, wie die Neurochirurgie oder Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, werden durch geplante Rotationen oder Hospitationen in mit unserer Klinik kooperierenden Häusern durchlaufen. Die Teilnahme an verschiedenen Curriculae wie Intensivmedizin oder Anästhesiologie sind möglich.

Am Ende der Weiterbildungszeit steht die Prüfung zur Fachärztin oder zum Facharzt an. Zu diesem Zeitpunkt sollten ein fundiertes Wissen und die notwendigen Fertigkeiten vermittelt sein, in allen Situationen des Fachgebiets kompetent handeln zu können.

Die Weiterbildung endet jedoch nicht mit der Anerkennung zum Facharzt. Regelmäßige klinikinterne sowie klinikexterne Fortbildungen halten das Wissen immer auf dem neuesten Stand der Forschung und Entwicklung. Zusatzbezeichnungen wie Intensivmedizin oder Spezielle Schmerztherapie können zusätzlich nach der Facharzt-Ausbildung erworben werden.


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