Patienteninformation

Informationen zu Demenzerkrankungen

Bei einer Demenzerkrankung handelt es sich in der Regel um eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Definitionsgemäß versteht man darunter eine altersrelevante Abnahme von Gedächtnisleistungen und zusätzlichen anderen Hirnfunktionen, die länger als sechs Monate bestehen. Zusätzliche Hirnfunktionsstörungen sind beispielsweise Sprachverständnisstörungen, Störungen der räumlich-konstruktiven Leistungsfähigkeit oder auch Werkzeugstörungen, was bedeutet, dass Handlungsanweisungen nur unzureichend verstanden oder befolgt werden können. Entscheidend für das Vorliegen einer Demenz ist die doch erheblich beeinträchtigte Alltagsfunktion.

Wesentliche Bausteine der Diagnostik hier im Hause sind die ausführliche ärztliche Anamnese und Fremdanamnese. Weitere diagnostische Bausteine sind eine neuropsychologische Testung und Verfahren der zerebralen Bildgebung, wie die Kernspintomographie oder die Positionenemissionstomographie (PET). Die Untersuchungen werden in einigen Fällen durch Laboruntersuchungen in Blut und Nervenwasser ergänzt.  

Ziel der Diagnostik ist die Abklärung der Ursache der Demenz, wobei die Alzheimer-Erkrankung tatsächlich die häufigste Ursache darstellt, gefolgt von der vaskulären Demenz. Darüber hinaus gibt es aber auch dementielle Syndrome bei zahlreichen anderen Erkrankungen, sodass eine Differenzierung nach den Ursachen der Demenz nicht ausschließlich im akademischen Interesse liegt, sondern weitreichende Konsequenzen für die Therapie hat.

Die Therapie von Demenzerkrankungen umfasst neben einer gezielten medikamentösen Therapie insbesondere auch eine Vielzahl von nicht medikamentösen Therapieoptionen. Beispiele für letztgenannte Therapiemodule sind die Angehörigenarbeit und Schulung, kognitive Therapieverfahren, emotionsorientierte Verfahren, aktivierende Verfahren sowie co-therapeutische Verfahren, einschließlich Logopädie und Physiotherapie.

Es gibt einige Faktoren, von denen wir mittlerweile wissen, dass sie das Risiko für das Auftreten einer Demenzerkrankung erhöhen. Dazu gehören die klassischen kardio-vaskulären Risikofaktoren, einschließlich arteriellem Hypertonus, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie und natürlich auch das Rauchen. Demgegenüber sollen eine mediterrane Kost und ausreichend Bewegung das Risiko für das Auftreten einer dementiellen Erkrankung verringern.

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten interdisziplinären Diagnostik hier im Hause vereinbaren möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Ambulanz für Gedächtnisstörungen unter: Tel. 05221 94 28 410 (Frau Kollmeier-Tholen, Frau Vögeding, Frau Schröder).

Bitte denken Sie daran, zu dem vereinbarten Termin eine Überweisung durch einen Facharzt mitzubringen.

In einem persönlichen Informations- und Beratungsgespräch informieren wir Sie gern über den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Sachstand bezüglich weiterer Therapieoptionen.

Ambulanz für Gedächtnisstörungen

Frau Kollmeier-Tholen, Frau Vögeding, Frau Schröder
Tel. 05221 94 28 410


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23.10.2017 Informationsabende Mutter-Kind-Zentrum
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