Klinikportrait

Allgemeine Neurologie

Auf dieser Station erfolgt die Behandlung von Patienten mit einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen, von denen wir Ihnen hier einige vorstellen möchten:

Parkinson-Erkrankung/Bewegungsstörungen
Die Hauptsymptome der Parkinson-Erkrankung sind Zittern, Bewegungsverlangsamung, Steifheit und Standunsicherheit. Häufig berichten die Patienten aber schon lange vor der Diagnose über Riechstörungen, Verdauungsstörungen, Schmerzen in den Gelenken oder depressive Verstimmungen. Im Rahmen der sogenannten Parkinson-Komplexbehandlung kann nicht nur die Diagnose mit Hilfe modernster Verfahren, wie nuklearmedizinischer Studien (siehe Abbildung) exakt gestellt werden, sondern vor allem kann eine optimierte medikamentöse Einstellung erfolgen. Dies ist besonders für Patienten in einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium von großer Bedeutung. Es stehen den Patienten im Klinikum alle medikamentösen Behandlungen, einschließlich einer sogenannten kontinuierlichen Medikamenten-Pumpenbehandlung, zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine ambulante Sprechstunde, in der sich Patienten vorstellen können, die mögliche Kandidaten für eine sogenannte Tiefe Hirnstimulation, Hirnschrittmacher, sind. Auch die Nachbetreuung von Patienten mit einem Hirnstimulator kann über die ambulante Sprechstunde erfolgen (Terminabsprache über Sekreteriat Neurologie).

Beidseite, aber besonders links deutlich verminderte Signalgebung als Ausdruck des Verlustes dopaminerger Zellen beim Morbus Parkinson
Beidseite, aber besonders links deutlich verminderte Signalgebung als Ausdruck des Verlustes dopaminerger Zellen beim Morbus Parkinson

Epilepsie und Schlafmedizin
Mehr als ein Prozent aller Menschen sind an einer Epilepsie erkrankt. Epileptische Anfälle sind daher eine der häufigsten Anlässe für eine notfallmäßige Aufnahme in unsere Klinik. Durch Anamnese und EEG-Diagnostik, einschließlich Video/EEG-Monitoring und Kernspintomographie, können wir die Ursache der Anfälle in vielen Fällen klären und entwickeln ein Therapiekonzept, das sowohl eine antiepileptische Medikation als auch eine Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung umfasst. Um den Patienten und ihren Angehörigen eine bessere Krankheitsverarbeitung zu ermöglichen, bieten wir regelmäßig ein interaktives Schulungsprogramm (MOSES) an.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Pneumologie (Medizinische Klinik I) können Patienten mit Schlafstörungen im Schlaflabor untersucht werden. Neurologische Schlafstörungen können sich durch einen verminderten oder nicht erholsamen Nachtschlaf, eine vermehrte Tagesschläfrigkeit oder unwillkürliche Bewegungen in der Nacht bemerkbar machen. Auch das Syndrom der unruhigen Beine, dem restless legs-Syndrom, kann im Schlaflabor diagnostiziert und behandelt werden.

Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskeln
Erkrankungen der Nerven und Muskeln können sich durch Gefühlsstörungen, Schwäche oder Lähmungen sowie Gangunsicherheit äußern. Zur Abklärung stehen das gesamte Spektrum elektrophysiologischer und bildgebender Untersuchungsmethoden sowie die Möglichkeit einer Nerv- oder Muskelbiopsie zur Verfügung. Auch genetische Untersuchungen können notwendig werden. Hier verfügt das neurologische Team über eine besondere Expertise.

Hirntumore
Die Behandlung von Hirntumoren erfolgt in enger Kooperation mit neurochirurgischen Kliniken. Zumeist wird eine operative Entfernung des Tumors angestrebt, wodurch auch eine genaue Bestimmung der Tumorart möglich ist. Gemeinsam mit den Abteilungen für Strahlentherapie und Onkologie im Klinikum Herford entscheiden wir, ob eine zusätzliche Bestrahlung und/oder Chemotherapie erforderlich ist. Diese wird über unsere neuro-onkologische Ambulanz koordiniert. Darüber hinaus können Patienten und ihre Angehörigen durch unseren klinischen Psychologen begleitet werden.

Hirneigener Tumor vor (linke Bilder) und nach der Therapie (rechtes Bild).
Hirneigener Tumor vor (linke Bilder) und nach der Therapie (rechtes Bild).

Demenzerkrankungen
Hauptkennzeichen einer Demenzentwicklung ist der Verlust höherer Hirnleistungen wie Gedächtnis, Orientierung, Handlungsabfolgen und Gebrauchsfertigkeiten. Zusätzlich können noch andere neurologische Symptome wie eine Gangstörung, epileptische Anfälle oder Blasenstörungen auftreten. Die Betreuung von Demenzkranken ist eine besondere Herausforderung, der sich das Team der Neurologie täglich stellt. Eine verständnisvolle Zuwendung und hohe Toleranz der Mitarbeiter der Neurologie kennzeichnen den Umgang mit den betroffenen Patienten.


Veranstaltungen

26.06.2017 Informationsabende Mutter-Kind-Zentrum
Informationen rund um die Schwangerschaft und Geburt. mehr ...

20.07.2017 Milchcafé/ Still- und Fläschchen-Treff
Stellen Sie Fragen zur Ernährung und Entwicklung Ihres Babys und tauschen Sie sich aus. mehr ...

30.08.2017 Pflege zu Hause "Pflegekurse für pflegende Angehörige''
Interessierte sind herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich dazu telefonisch an. mehr ...

12.09.2017 Rund ums Stillen
Gern beantwortet unsere Still- und Laktationsberaterin Ihre Fragen. mehr ...

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