Frauenheilkunde

Ambulante Operationen

Durch die Verbesserung der Operations- und Narkosetechniken können heute viele gynäkologische Eingriffe auf Wunsch ambulant durchgeführt werden. Dazu zählen folgende Eingriffe:

  • Ausschabungen bei Fehlgeburten (Abrasio, Kürettage)
  • Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopie) und Ausschabungen bei Blutungsstörungen
  • Diagnostische Bauchspiegelungen (Laparoskopie), z.B. bei Fruchtbarkeitsdiagnostik
  • Laparoskopische Sterilisationen
  • Operationen am Gebärmutterhals (z. B. Konisation mit Laser)
  • Operationen im Bereich des Schamlippen (Vulva), z. B. Zysten, Abszesse, Feigwarzen, Dysplasien, chronische Entzündungen
  • Operative Korrektur von Narben des Bauches, des Genitales und der Brust
  • Plastische Korrekturen im Schambereich
  • Operationen gutartiger Brustveränderungen

Insbesondere durch den Einsatz endoskopischer Operationstechniken (Laparoskopien – Bauchspiegelungen; Hysteroskopien – Gebärmutterspiegelungen), die einen Schwerpunkt in unserer Frauenklinik darstellen, gelingt es, Erkrankungen an den weiblichen Geschlechtsorganen minimalinvasiv abzuklären und auch zu therapieren. Endoskopische Eingriffe bedeuten für die Patientinnen eine wesentlich geringere körperliche Belastung. Die Patientinnen erholen sich erheblich schneller und können oft schon am OP-Tag wieder nach Hause gehen.

Im Einzellfall werden Ihnen das Sekretariat und die Ambulanz der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Auskunft erteilen, ob die geplante Operation im ambulanten Verfahren durchgeführt werden kann.

Patientinneninformation – Planung einer ambulanten Operation

Damit Sie eine ambulante Operation besser planen können, hier einige wichtige Hintergrund-Informationen:

1. Ihr betreuender Frauenarzt hat bei Ihnen die Indikation zu einer ambulanten Operation gestellt und Ihnen dafür eine Überweisung ausgestellt.

2. Ambulanter Vorstellungstermin in der Klinik: 
Vor der geplanten Operation werden wir uns kennenlernen. So können wir etwas über Ihre individuellen Risiken erfahren, Sie über die Operations- und Narkosemethoden aufklären und gemeinsam einen für Sie günstigen Termin finden (Terminvergabe: Sekretariat der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Telefon: 05221 94 - 23 53). Bitte bringen Sie bereits zu diesem ersten Kennenlernen die Überweisung Ihres Frauenarztes mit. Darauf sind für uns wichtige Informationen zu Ihrer Erkrankung vermerkt. Falls Sie medizinische Unterlagen über andere Erkrankungen von sich besitzen, bringen Sie diese ebenfalls mit. So können wir zeitraubende und teure Doppeluntersuchungen verhindern. 

Folgende Untersuchungen werden bei diesem Termin durchgeführt:

  • Erhebung Ihrer persönlichen Krankengeschichte (Anamnese)
  • Blutentnahme
  • ggf. EKG und Röntgen der Lunge (altersabhängig)
  • gynäkologische Untersuchung durch den Operateur
  • Ultraschall-Untersuchung
  • Aufklärung über die geplante Operationsmethode
  • Aufklärung über die geplante Narkosetechnik (Prämedikation beim Anästhesisten)
  • Terminvergabe für die Operation (innerhalb von 5 Tagen nach der Voruntersuchung), falls eine Operation im ambulanten Verfahren möglich erscheint

3. Am OP-Tag: 
Bitte seien Sie um 7 Uhr nüchtern, das heißt seit Mitternacht nichts gegessen, nichts getrunken und nicht geraucht, auf der Station K1. Die Operation erfolgt im Laufe des Vormittages. Nach Ende der Operation kommen Sie zuerst in den Aufwachraum. Anschließend werden Sie auf die Station gebracht, wo Sie noch mindestens sechs Stunden zur Überwachung bleiben. Wenn Sie Operation und Narkose gut vertragen haben, können Sie sich dann am späten Nachmittag abholen lassen. Wichtig ist, dass Sie nach einem ambulanten Eingriff auch zu Hause über Nacht versorgt sind. Sie können auch über Nacht in der Klinik bleiben, wenn Sie beispielsweise Kreislaufprobleme haben, Übelkeit aufgrund der Narkose auftritt oder sich einfach nicht fit fühlen. Bringen Sie also zur Sicherheit Sachen für die Nacht mit.
 
Natürlich kommt es auch vor, dass die Operation größer werden als geplant, sodass Sie dann ebenfalls stationär über Nacht in der Klinik bleiben, um sich in Ruhe von dem Eingriff zu erholen.

4. Nach der Operation:
Bitte stellen Sie sich in den folgenden Tagen nochmals bei Ihrem Frauenarzt vor, um den weiteren Heilungsverlauf zu kontrollieren. Dann können auch schon weitere Maßnahmen oder Therapien mit Ihnen besprochen werden. Außerdem erhalten Sie nur von Ihrem Frauenarzt die Krankschreibung für den Arbeitgeber.  Falls es zu Komplikationen nach der Operation kommt, können Sie sich natürlich auch zu jeder Tages- und Nachtzeit an die Klinik wenden.  Falls Gewebe bei der Operation entnommen wurde, werden Sie von uns sofort telefonisch benachrichtigt werden, wenn das Ergebnis schriftlich vorliegt (meist nach 3 bis 4 Arbeitstagen). Das Ergebnis der Gewebsuntersuchung, ein OP-Bericht und ein ausführlicher Arztbrief werden Ihrem Frauenarzt ebenfalls zeitnah zugeschickt. So ist eine lückenlose Information gewährleistet. Bei Fragen stehen wir auch gerne telefonisch zur Verfügung.


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