Krankenhaushygiene

Die Abteilung für Krankenhaushygiene

Die Abteilung für Krankenhaushygiene dient der Erkennung und Verhütung von Gesundheitsrisiken bei Patienten und medizinischem Personal im Krankenhaus. Die Aufgaben sind vorrangig präventiv und sollen potentielle Übertragungswege unterbrechen. Krankenhäuser unterliegen der Verpflichtung, einen hohen hygienischen Standard nach den unterschiedlichsten gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und eventuelle Abweichungen einer detailierten Risikobewertung zu unterziehen.

Die Abteilung Krankenhaushygiene wird von einem curriculär fortgebildeten Krankenhaushygieniker geleitet. Die Abteilung untersteht dem Ärztlichen Direktor. Es werden 2 Hygienefachkräfte sowie ein  Krankenpfleger in Ausbildung zur Hygienefachkraft eingesetzt. Unterstützung erfährt das Team der Krankenhaushygiene durch die hygienebeauftragten Ärzte der Fachabteilungen. Eine Schulung von Hygienebeauftragten in der Pflege wurde in Eigenregie im September und Oktober 2015 veranstaltet. Die Hygienekommission tagt vierteljährlich oder bei besonderem Anlass. Begehungen durch das Gesundheitsamt finden turnusmäßig jährlich gemäß § 17 Abs. 1 des Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (ÖGDG NRW) in Verbindung mit § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) statt.

Die Abteilung für Krankenhaushygiene am Klinikum erfasst Infektionen und Krankheitserreger mit speziellen Resistenzen nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes. Resistente Bakterien (z. B. MRSA) stellen Krankenhäuser heute vor große Herausforderungen. Um die weitere Ausbreitung dieser Erreger zu minimieren, werden besondere Vorkehrungen getroffen und mit speziellen Screeningmethoden gemäß den Vorgaben des RKI nach diesen resistenten Erregern gesucht. Über die Beteiligung am Netzwerk „MRSA-OWL.net“ stehen wir mit anderen Gesundheitseinrichtungen und dem Gesundheitsamt in unserer Region in engem Kontakt.

Aber nicht nur MRSA, auch andere resistente Erreger wie resistente gramnegative Keime und VRE unterliegen einer ständigen Beobachtung durch die Krankenhaushygiene, werden aufgezeichnet und die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen bewertet.

Einen besonderen Blick richten wir auf die Verordnung von Antibiotika im Klinikum. Ziel ist eine permanente Verbesserung der Antibiotikagabe, um einen ressourcenschonenden Einsatz zu gewährleisten. Hierzu bedienen wir uns auch der Erfahrung eines Hygienikers und Mikrobiologen aus den Niederlanden.

Unterschiedliche Daten werden auf der Grundlage des Krankenhausinfektion-Surveillance-System (KISS) erhoben, ausgewertet und an das nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen übermittelt (NEO-KISS, MRSA-KISS, Hand-KISS, CDAD-KISS, Device-KISS).

Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch Institut werden von den Hygienefachkräften in Hygienepläne und Arbeitsblätter umgesetzt und als Handlungsanweisungen allen Mitarbeitenden in aktueller Form im Intranet zur Verfügung gestellt. Auch regelmäßige hygienische Unterweisungen nach den gesetzlichen Vorgaben sowie Fortbildungen und Stationsbegehungen zur Verbesserung der hygienischen Arbeitsweisen werden durchgeführt.

Das meistgebrauchte "medizinische" Werkzeug sind die Hände, daher haben sie einen besonderen Stellenwert im Krankenhaus. Die Beteiligung an der „Aktion saubere Hände“ ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da durch wiederkehrende Schulungen hygienisches Verhalten optimiert wird.

Die „technische“ Hygiene gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und dient primär der Aufdeckung von Fehlfunktionen vieler Geräte im laufenden Betrieb. Ein besonderes Augenmerk erfordern die Aufbereitung der Instrumente in der zentralen Sterilgut-Versorgungs-Abteilung (ZSVA) sowie die Aufbereitung unterschiedlichster Endoskope und Sonden in der Endoskopie-Abteilung. Es werden verschiedenste Gerätschaften in Intensivstationen, OP, ZSVA, Milchküche, Küche, Apotheke, Bettenzentrale u. a. mittels Logger, Rodac-Platten und andere Probennahmemethoden wiederkehrenden Überprüfungen unterzogen.

Die Bekämpfung von tierischen Schädlingen und Lästlingen erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit, um hygienische Risiken auszuschließen. Hierzu bedienen wir uns eines professionellen Unternehmens.

Entwicklung Verbrauch von Handdesinfektionsmittel

Mit einem erheblichen  Zeitkontingent  widmet sich das Hygieneteam den Aufgaben im Rahmen der intensiven Bautätigkeit am Klinikum sowohl bei der Planung als auch der Überwachung der Einhaltung hygienischer Regeln während der Bauphase. Enge Kontakte mit Planern und Bauschaffenden sind Voraussetzung für einen möglichst reibungsarmen Ablauf von Baumaßnahmen.

Qualitätssiegel

MRSA-Siegel
MRSA-Siegel

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