Krankenhaushygiene

Die Krankenhaushygiene dient der Erkennung und Verhütung von Gesundheitsrisiken bei Patienten und medizinischem Personal im Krankenhaus. Die Aufgaben sind vorrangig präventiv und sollen potentielle Übertragungswege unterbrechen. Krankenhäuser unterliegen der Verpflichtung, einen hohen hygienischen Standard nach den unterschiedlichsten gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und eventuelle Abweichungen einer detailierten Risikobewertung zu unterziehen. Das Klinikum beschäftigt zwei Hygienefachkräfte (eine weitere ist in Ausbildung) und hygienebeauftragte Ärzte nach Vorgabe der Krankenhaushygieneverordnug (KrHygV NW) und den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), die durch einen externen Krankenhaushygieniker beraten werden. Ferner tagt vierteljährlich die Hygienekommission und einmal jährlich erfolgt die krankenhaushygienische Überwachung durch das Gesundheitsamt gemäß § 17 Abs. 1 des Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (ÖGDG NRW) in Verbindung mit § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG).


Aktion "Saubere Hände"

Die Krankenhaushygiene am Klinikum erfasst Infektionen und Krankheitserreger mit speziellen Resistenzen nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes. Resistente Bakterien (z. B. MRSA) stellen Krankenhäuser heute vor große Herausforderungen. Um die weitere Ausbreitung dieser Erreger zu minimieren, werden besondere Vorkehrungen getroffen und mit speziellen Screeningmethoden gemäß den Vorgaben des RKI nach diesen resistenten Erregern gesucht. Über die Beteiligung am Netzwerk „MRSA-OWL.net“ stehen wir mit anderen Gesundheitseinrichtungen und dem Gesundheitsamt in unserer Region in engem Kontakt.

Unterschiedliche Daten werden auf der Grundlage des Krankenhausinfektion-Surveillance-System (KISS) erhoben, ausgewertet und teilweise an das nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen übermittelt (NEO-KISS, MRSA-KISS, Hand-KISS, CDAD-KISS, Device-KISS).

Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch Institut werden von den Hygienefachkräften in Hygienepläne und Arbeitsblätter umgesetzt und als Handlungsanweisungen allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Auch regelmäßige hygienische Unterweisungen nach den gesetzlichen Vorgaben sowie Fortbildungen und Stationsbegehungen zur Verbesserung der hygienischen Arbeitsweisen werden durchgeführt.

Das meistgebrauchte "medizinische" Werkzeug sind die Hände, daher haben sie einen besonderen Stellenwert im Krankenhaus. Die Beteiligung an der „Aktion saubere Hände“ ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da durch wiederkehrende Schulungen hygienisches Verhalten optimiert wird.


Die „technische“ Hygiene gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und dient primär der Aufdeckung von Fehlfunktionen vieler Geräte im laufenden Betrieb. Ein besonderes Augenmerk erfordern die Aufbereitung der Instrumente in der zentralen Sterilgut-Versorgungs-Abteilung (ZSVA) sowie die Aufbereitung unterschiedlichster Endoskope und Sonden in der Endoskopie-Abteilung. Es werden verschiedenste Gerätschaften in Intensivstationen, OP, ZSVA, Milchküche, Küche, Apotheke, Bettenzentrale u. a. mittels Logger, Rodac-Platten und andere Probennahmemethoden wiederkehrenden Überprüfungen unterzogen.

Die Bekämpfung von tierischen Schädlingen und Lästlingen erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit, um hygienische Risiken auszuschließen. Hierzu bedienen wir uns eines professionellen Unternehmens.