Ein Unternehmen mit Erfolg

Aus dem ehemaligen Kreiskrankenhaus Herford in öffentlicher Trägerschaft hat sich ein erfolgreiches Unternehmen entwickelt. Heute ist das Klinikum eine Anstalt des öffentlichen Rechts: ein kommunales Unternehmen mit einer privatrechtlichen, modernen und funktionellen Organisationsstruktur. Der Verwaltungsrat führt die Aufsicht über die Geschäfte und Entwicklungen des Klinikums. Diese Umwandlung hin zur wirtschaftlichen und rechtlichen Selbstständigkeit zahlt sich aus: Durch die Einführung neuer Angebote und Strukturen sowie durch den Ausbau sogenannter Controllinginstrumente und die Nutzung von Wirtschaftlichkeitsreserven ist es uns gelungen, Überschüsse zu erzielen. Davon profitieren unsere Patienten: Da das Klinikum gemeinnützig ist, verbleiben mögliche Gewinne im Unternehmen. Diese kann das Klinikum in die weitere Verbesserung des Angebots und der Qualität investieren.
Klinikum Herford - Ein Gesundheitsnetzwerk

Viele Patienten benötigen Hilfe aus mehreren medizinischen Fachgebieten. Mit seinen 19 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen deckt das Klinikum Herford fast alle Bereiche der Medizin ab. Das Klinikum Herford ist akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Hochschule Hannover. Und auch für Patienten, die eine Behandlung benötigen, die wir selbst nicht anbieten können, haben wir eine Lösung parat: In einem Gesundheitsnetzwerk arbeiten wir eng mit regionalen Kooperationszentren zusammen. Das Klinikum Herford garantiert somit jederzeit eine fachübergreifende und sehr kompetente Betreuung – ein großer Vorteil für unsere Patienten.
Wir investieren in die Zukunft
Stetig arbeiten wir daran, unser Angebot und unsere Qualität zu verbessern. Erst kürzlich nahm das Klinikum Herford die erweiterte und modernisierte Notfallambulanz in Betrieb. Im östlichen Bereich des Klinikgeländes ist im November 2008 ein Dialysezentrum mit einer angeschlossenen nephrologischen Arztpraxis eröffnet worden. Gleich in der Nachbarschaft entwickelt sich in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten unserer Region das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Klinikums. Dort siedeln sich verschiedene Facharztpraxen an, in denen die Patienten ambulant behandelt werden. Von Anfang an dabei sind die Kliniken mit den Fachrichtungen Pathologie, Nuklearmedizin und Onkologie in einer hausärztlichen Praxis.
Damit sich unsere Patienten noch wohler fühlen, plant das Klinikum Herford in den nächsten Jahren weitere umfangreiche Erneuerungen und Sanierungen. Zur Optimierung der interdisziplinären Versorgung von werdenden Müttern und ihren Kindern ist im Frühjahr 2009 mit dem Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums zwischen dem Haupthaus und der Kinder- und Jugendklinik begonnen werden. Die neue und moderne Einrichtung wird den veränderten Anforderungen in der Geburtshilfe und Perinatalmedizin Rechnung tragen. Im Erdgeschoss dieses Neubaus wird eine Erweiterung der Intensivabteilung ihren Platz finden. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich im Winter des Jahres 2010 ihren Abschluss finden. Die Baukosten werden bei circa 10 Mio. Euro liegen.
Die mit Abstand größte Baumaßnahme seit Inbetriebnahme des Gebäudekomplexes im Jahr 1973 wird jedoch die für 2011 anvisierte Modernisierung und Erweiterung des Haupthauses inklusive aller Pflegestationen sein. Die Planung sieht vor, mit diesen Arbeiten nach Fertigstellung des Mutter-Kind-Zentrums zu beginnen, da die Verlegung der Geburtshilfe im Haupthaus nötige Ausweichmöglichkeiten schafft, um das umfangreiche Projekt bei laufendem Betrieb durchführen zu können. Für dieses Projekt veranschlagt das Klinikum Kosten von rund 30 Mio. Euro.
Zuwachs neuer Kliniken

Das Klinikum Herford behandelt immer mehr Patienten. Im Jahr 2008 schenkten uns rund 27.000 stationäre und etwa 58.000 ambulante Patienten ihr Vertrauen. Kein Wunder: In den vergangenen Jahren haben wir unser Angebot kontinuierlich erweitert. So wurde 2004 die neue Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik eingeweiht. Inzwischen sind alle 72 Betten dieser Klinik belegt.
Im Jahr 2005 konnte die neue Klinik für Kardiologie ihre Arbeit aufnehmen. Seitdem ermöglicht ein Linksherzkathetermessplatz – in Kooperation mit der kardiologischen Gemeinschaftspraxis im Klinikum – zu jeder Tages- und Nachtzeit eine so genannte interventionelle Therapie bei einem akuten Herzinfarkt – eine entscheidende, teilweise lebensrettende Verbesserung der Patientenversorgung in unserer Region.
Im Jahr 2006 wurde die Frauenklinik unter die einheitliche Leitung des Chefarztes Dr. Thomas Heuser gestellt und die bis dahin getrennt geführten Abteilungen für Geburtshilfe und Frauenheilkunde wieder zusammengeführt.
Aus der ehemaligen Klinik für Radiologie sind im Jahr 2009 die Kliniken für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und die Klinik für Strahlentherapie hervorgegangen. Unter Chefärztin Dr. Gabriele Reinartz und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Karl Ludwig können die Teams der Kliniken sich nun den immer spezieller gewordenen Problemstellungen der beiden Fächer annehmen.
Spezielle Probleme erfordern spezielle Lösungen

Das Klinikum Herford ist ein Schwerpunktkrankenhaus: Einzelne Abteilungen und Kliniken – oft als Zentren ausgebildet – haben sich auf die Therapie bestimmter Erkrankungen spezialisiert und behandeln eine große Anzahl von Patienten pro Jahr. Führend in der Region ist das Klinikum Herford als Zentrum für Krebserkrankungen, sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Behandlung. Dafür steht z.B. das Prostatazentrum, die Zertifizierung des Darmzentrums Anfang des Jahres 2009 und die Vorbereitung zur für 2010 angestrebten Zertifizierung des Tumorzentrums. In den Fachgebieten Kardiologie und Bauchchirurgie verfügen wir ebenfalls über Schwerpunktabteilungen. Auf einer zertifizierten Spezialstation (Stroke Unit) werden in der Klinik für Neurologie Patienten mit einem Schlaganfall behandelt. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin versorgt erkrankte Neugeborene nach den höchsten Qualitätsanforderungen eines Perinatalzentrums Level I des so genannten Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Eine spezielle Abteilung kümmert sich um unklare Infektionserkrankungen.
Von solchen Schwerpunktabteilungen fordert unser Gesundheitswesen eine besonders hohe Qualität, die Krankenkassen und staatliche Einrichtungen regelmäßig überprüfen. Für uns heißt das: Wir müssen beispielsweise die Anzahl der in den Spezialkliniken behandelten Patienten nachweisen, die technische Ausstattung ausbauen und die baulichen Voraussetzungen schaffen. Außerdem hat das Klinikum Herford die Erfahrung und Qualifikation seiner Mitarbeiter sicherzustellen.