Ein Angebot für Künstler und Patienten
Unter dem Motto 'Kunst im Klinikum' sind im Foyer des Klinikums Herford regelmäßig Ausstellungen regionaler Künstler zu sehen.
Es ist uns wichtig, unseren Patienten und Besuchern ein möglichst abwechslungsreiches Angebot zur Zerstreuung zu bieten und eine freundliche Atmosphäre zu schaffen.
Mit diesem Angebot möchten wir aber auch ein Forum für Künstler sein, die gerne ausstellen möchten. Darüber hinaus ist inzwischen eine Plattform zur Vernetzung der Künstler untereinander entstanden.
Häufig kommt es vor, dass ehemalige Patienten, die über Ihre Erkrankung zum Malen gefunden haben, bei uns ausstellen. Gerade dann ist uns auch die Geschichte hinter der Kunst, die Geschichte über den Menschen wichtig.
Ansprechpartnerin
Suchen Sie selbst eine Ausstellungsgelegenheit für Ihre Werke? Dann melden Sie sich gerne, um die Möglichkeiten zu besprechen.
Bisherige Ausstellungen im Klinikum Herford
Maria Prachnau, Svetlana Lehrke und Svetlana GavinskiSeitdem sie denken können, haben sie sich für Kunst interessiert und schon in der Kindheit gemalt. Für Maria Prachnau (23) aus Bad Salzuflen, Svetlana Gavinski (22) aus Enger und Svetlana Lerke (32) aus Herford ist Kunst inzwischen ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden. Seit 2004 absolvieren die drei Frauen eine künstlerische Ausbildung in einer staatlich anerkannten Herforder Kunstschule und machen so ihre Leidenschaft zur Profession. ‚Naturschönheiten‘ hieß die Bilder-Ausstellung der Drei, die vom 6. September bis zum 3. Oktober 2010 im Klinikum zu sehen war und die Schönheit der Natur – ob anhand von Blumen, Landschaften, Tieren oder Menschen – wiedergegeben hat. Zwar ist keine festgelegte Stilrichtung definiert, jedoch entsprechen die Werke am ehesten dem Fotorealismus. Für die Ausstellung haben die drei Künstlerinnen sich von Öl und Acryl inspirieren lassen. Ansonsten arbeiten sie aber auch mit Techniken wie Pastell, Kohle, Bleistift oder Aquarell. |
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Markus SchlußmeierSeit mehreren Jahren ist die Fotografie mehr als ein Hobby von Markus Schlußmeier. Im Jahr 2008 hat sich der Vlothoer intensiv mit dem Thema Wohnungslosigkeit beschäftigt. In der inzwischen aufgelösten Unterkunft Stuckenbergstraße 20 fotografierte der 44-jährige EDV-Fachmann die damals dort lebenden Menschen. Die Bilder dazu waren vom 10. Mai bis zum 6. Juni 2010 im Klinikum zu sehen. Markus Schlußmeier möchte mit seinen Bildern neue Blickwinkel auf die Problematik der Wohnungslosigkeit eröffnen und zum genauen Hinsehen anregen, wo Viele wegsehen. |
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Malgruppe VHS Kreis HerfordSeit 28 Jahren besteht inzwischen die Malgruppe der Volkshochschule im Kreis Herford. Anfangs als Seidenmalkurs eingerichtet kam später die Acrylmalerei hinzu. „Zum Malen gekommen sind wir alle auf unterschiedliche Weise“, weiß Hobbymalerin Christel Dörpinghaus zu berichten. „Die eine hatte mal einen Mal-Workshop besucht oder eine andere hatte in einer Kur am Malkurs teilgenommen.“ Die farbenfrohen Acrylbilder sind von den Motiven her so unterschiedlich wie ihre Erschafferinnen: Von maritimen bis nordafrikanischen Urlaubsmotiven über abstrakte und Blumemotive bis hin zur Darstellung von Figuren und alltäglichen Gegenständen ist alles dabei. Zu sehen war die Ausstellung vom 22. März bis zum 18. April 2010. |
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Helga Dyck„Dies ist meine Art Spenden zu sammeln - für die Erforschung der tödlichen Krankheit ‚Neuronale Ceroidlipofuszinose’“, erklärt Helga Dyck den Grund ihrer Bilderausstellung. „Mein jüngstes Enkelkind Clara leidet seit seinem zweiten Lebensjahr unter dieser seltenen und noch nicht heilbaren Stoffwechselkrankheit.“ Seit dem Zeitpunkt dieser Diagnose im Jahr 2003 unterstützt die Hobbymalerin die Erforschung der tödlichen Krankheit, die kurz NCL genannte wird, mit den Erlösen aus ihren verkauften Bildern. Das Geld geht an die Forschungsanstalt in Hamburg-Eppendorf. Die heute 73-Jährige malt häufig Landschaften sowie bekannte Bauwerke und greift dabei auf regionale, nationale und auch internationale Motive zurück. Zu sehen waren die Bilder im Klinikum vom 14. Dezember 2009 bis zum 10. Januar 2010. |
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Marina Hein„Mit dem Malen habe ich begonnen, weil mir die Schwierigkeiten meines Lebens über den Kopf wuchsen“, antwortet Marina Hein auf die Frage, wann und warum sie mit der Malerei angefangen habe. Marina Hein hat vor einiger Zeit selbst tief in einer Depression gesteckt, sich von ihren Problemen erdrückt gefühlt. Geholfen habe ihr in dieser Situation der Glaube an Gott, der sie auch dazu bewegt habe, Bleistift und Pinsel zur Hand zu nehmen. Später besuchte die 1999 aus Russland emigrierte Herforderin eine Malschule. „Mit meinen Bildern möchte ich vor allem die Liebe und Macht Gottes darstellen“, erläutert die Künstlerin ihre Intention. „Diese Liebe und Macht habe ich in meinem Leben und auch im Leben meiner Familie hautnah erleben dürfen. Die Werke von Marina Hein waren vom 19. Oktober bis zum 15. November 2009 im Klinikum zu sehen. |
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Cornelia Waschkowitz„Meine Bilder erzählen nicht nur das, was sie darstellen, sondern auch über mich selbst – Orte und Dinge, die mir wichtig und nahe sind“, erklärt Cornelia Waschkowitz den Hintergrund Ihrer Werke. Ihre friesischen Motive findet die 47-Jährige z.B. auf der Nordseeinsel Föhr. Aber auch das Ostwestfälische liefert Cornelia Waschkowitz viel Material für ihre Bilder, wenn Sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. Die Intention der Künstlerin liegt darin, Heiterkeit und Harmonie darzustellen. „Mit den Problemen dieser Welt setze ich mich nicht in meiner Malerei auseinander“, so gebürtige Kalletalerin. „Für mich ist es sehr wichtig, dass mich ein Motiv persönlich berührt.“ Eine Auswahl der Werke waren vom 7. September bis zum 15. Oktober 2009 zu sehen. |
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Barbara GrieseAm liebsten fährt Barbara Griese an die See, denn sie liebt das Wasser. Hier findet sie durch das Meeresrauschen und die malerischen Landschaften Ruhe und Entspannung. Die Erholung von ihrer chronischen Erkrankung und vom Alltagsstress findet sie aber auch und vor allem in der Malerei. Auf großflächigen Leinwänden spiegeln Landschaften, das Meer sowie Blumen und Stillleben in Öl den Genuss am Augenblick wider. Nachdem 1981 im Klinikum Herford bei Barbara Griese MS diagnostiziert wurde, bekam sie den Rat, Kraft und Entspannung aus der Malerei zu schöpfen. Kreative Tätigkeiten können sich positiv auf den Umgang mit einer Krankheit auswirken. Im Klinikum zu sehen waren die Bilder vom 15. Juni bis zum 12. Juli 2009. |
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Hans-Jürgen Schäfer„Ich möchte mal ein Bild malen – ob ich das überhaupt kann“, hatte Hans-Jürgen Schäfer häufig gedacht. Als er 2005 in den Vorruhestand geht, schenkt ihm seine Frau zu Weihnachten dann Pinsel und Farben. Die ersten beiden Bilder landen im Müll. Aber der ehemalige Betriebsleiter einer Textildruckerei bleibt am Ball und eignet sich mit der Zeit einen modernen Stil an, in dem Acryl und Collagen mit Holz eine große Rolle spielen. Inzwischen ist Hans-Jürgen Schäfer stolz auf jedes fertig gestellte Bild. Und vor jedem neuen Bild immer wieder ein bisschen nervös. Gerade hinsichtlich des Ruhestands bedeutet das Malen Beschäftigung, Kreativität und auch Entspannung zugleich; genauso war das Weihnachtsgeschenk damals wohl auch gedacht. Zu sehen waren die Werke von Hans-Jürgen Schäfer vom 27. April bis 24. Mai 2009. |
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Erwin PöhlerEin explodierendes Herz war das Erste, was Erwin Pöhler 1996 auf eine Leinwand brachte. Mit diesem Bild begann die Verarbeitung seines Herzinfarktes, der ihn kurze Zeit zuvor mitten aus einem hektischen und arbeitsreichen Leben geworfen hatte. Das sein Körper mit nicht einmal 56 Jahren die Notbremse zog, kostete den heute 68-Jährigen fast das Leben. Erwin Pöhler musste mehrmals reanimiert werden, danach sind 60 Prozent seines Herzens aufgrund mangelnder Durchblutung abgestorben. Im Rahmen der REHA kommt Erwin Pöhler zum ersten Mal mit Leinwand und Farbe in Berührung. Das ‚Explodierende Herz’ bildet den Auftakt für seine künstlerische Entwicklung, die bis heute andauert. Eine Auswahl seiner Werke waren vom 9. März bis zum 5. April 2009 zu sehen. |
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Alexej Janzen35 Jahre lang hat Alexej Janzen mit Malerei nichts am Hut gehabt. Bis er eines Nachts sehr real davon geträumt hat. Als er sich endlich traut, zeichnet er spontan ein Portrait. Seitdem hat er mit dem Zeichnen und dem Malen nicht mehr aufgehört. Für Alexej Janzen bedeutet das Zeichnen und Malen eine neue Leidenschaft und einen Ausgleich zum Alltag. Nach einer Langzeittherapie möchte er seine Erfahrungen gerne weitergeben. Auf seine erste Ausstellung hat sich Alexej Janzen mit Freude und der Unterstützung vieler Menschen vorbereitet. Seine Werke waren vom 19. Januar bis zum 15. Februar 2009 zu sehen. |
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Franziska Kruse-KlefischEin individuell gefertigtes Bild nach dem eigenen Horoskop kann laut Astrologin Iris Brinker einiges mehr bieten, als nur schön aussehen: „Ein professionelles Horoskop kann einem Menschen eine andere Perspektive in seinem Leben zeigen und verstecktes Potential offenbaren." Die Erstellung eines solchen Bildes läuft immer nach einem ähnlichen Muster ab: Während die Astrologin ein individuelles Horoskop für die jeweilige Person erstellt, setzt die Künstlerin Franziska Kruse-Klefisch dieses intuitiv und zusammen mit den Wünschen des Betreffenden in ein persönliches Astro-Bild aus Acrylfarben um. Die Bilder waren vom 21. Juli bis zum 24. August 2008 im Klinikum zu sehen. |
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Ergotherapie der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und PsychosomatikIn der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Herford bietet die Ergotherapie ein vielfältiges Therapieangebot. Eines dieser Angebote war ein Projekt zum Thema Bildgestaltung. Über einen längeren Zeitraum arbeiteten Patienten zu unterschiedlichen bildnerischen Techniken, die durch die Ergotherapeuten angeleitet wurden. Anreiz für die Herstellung von Bildern war die Möglichkeit einer Ausstellung der Bilder im Foyer des Klinikums vom 3. Juni bis zum 6. Juli 2008. |
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Heinrich-Siepmann-AusstellungEinen ganz anderen Blick auf das 20. Jahrhundert gewährte eine Kunstausstellung, zu der das Klinikum zusammen mit der Kunsthistorikern Dr. Annette Müller-Held vom 15. bis 18. Mai 2008 eingeladen hatte.Die Ausstellung „Heinrich Siepmann – ein Künstler in seinem Jahrhundert“ ließ mit ausgewählten Bildern und Dokumenten ein spannendes 98jähriges Künstlerleben Revue passieren. Vor dem Hintergrund zeitgeschichtlicher Entwicklungen wurde damit gleichzeitig einiges über die Geschichte der Malerei im Deutschland des 20. Jahrhunderts erlebbar. |
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VHS-Kurs-LöhneSeit sechs Jahren waren die 15 Teilnehmer des Aquarellkurses der Volkshochschule Löhne zum Zeitpunkt der Ausstellung vom 10. März bis 13. April 2008 gemeinsam kreativ. Seit Beginn des Kurses im Jahr 2002 haben sich die Teilnehmer durch die psychologisch-didaktische Arbeit des Dozenten Manfred Hübscher technisch und kompositorisch weiterentwickelt. Die Bilder zeigen von Tieren über Landschaften bis hin zu Stillleben und Menschen in bunten Farben ein breites Spektrum. |
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Helga DyckVom 3. Dezember 2007 bis Anfang Januar 2008 war eine Aquarellausstellung mit Bildern von Helga Dyck zu sehen. Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Werken hauptsächlich mit Landschaften, entfernt sich teilweise aber auch von der gegenständlichen Darstellung. Der Erlös der Bilder wurde zu Gunsten an NCL (neuronale Ceroid-Lipofuszinose) erkrankter Kinder an die Forschungsanstalt in Hamburg-Eppendorf gespendet. Die Enkelin der Hobbymalerin leidet an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit, die meist zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr auftritt. |
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