Station 3A

Station 3A - Neurologische Allgemeinstation:

Auf dieser Station erfolgt die Behandlung von Patienten mit einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen, von denen wir Ihnen hier einige exemplarisch vorstellen möchten:


cMRT mit Demyelinisierungsherden (Pfeile) bei MS

Multiple Sklerose: Die Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Nach Stellung der Diagnose mittels Kernspintomographie und Nervenwasser-Untersuchung erfolgt die Erstellung eines individuellen Therapiekonzeptes, das sich nach Verlaufsform und Schwere der Erkrankung richtet.Dazu gehört die akute Schubtherapie mit einer Cortison-Pulstherapie oder ggf. einer Plasmapherese (Blutwäsche) sowie die verlaufsmodulierende Langzeitbehandlung. Die medikamentöse Therapie wird durch ein umfangreiches psychosoziales Beratungsangebot für Erkrankte und Angehörige ergänzt. Wir bieten eine Unterstützung durch unsere MS-Fachschwester, ein interaktives Schulungsprogramm (S.MS) sowie psychologische Einzel- und Paarberatungen an.

Parkinson-Erkrankungen: Parkinson-Erkrankungen zeichnen sich durch die Hauptbeschwerden Zittern, Bewegungsverlangsamung, Steifheit und Standunsicherheit aus. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem typischen Morbus Parkinson und atypischen Parkinson-Erkrankungen. Heute existieren je nach Erkrankungsstadium viele Therapiemöglichkeiten von einer Behandlung mit Tabletten über eine kontinuierliche Medikamenten-Pumpenbehandlung bis hin zur Verwendung von Tiefen-Hirn-Schrittmacherelektroden. Daneben steht eine intensive Behandlung mit Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie.


Links: normale Basalganglien (rot). Rechts: verminderte Signalgebung (grün) als Ausdruck des Verlustes dopaminerger Zellen beim Morbus Parkinson

Epilepsie: Mehr als ein Prozent aller Menschen sind an einer Epilepsie erkrankt. Epileptische Anfälle sind daher eine der häufigsten Anlässe für eine notfallmäßige Aufnahme in unsere Klinik. Durch Anamnese, EEG-Diagnostik und Kernspintomographie können wir die Ursache der Anfälle in vielen Fällen klären und entwickeln ein Therapiekonzept, das sowohl eine antiepileptische Medikation als auch eine Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung umfasst. Um den Patienten und ihren Angehörigen eine bessere Krankheitsverarbeitung zu ermöglichen, bieten wir regelmäßig ein interaktives Schulungsprogramm (MOSES) an.

Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskeln: Erkrankungen der Nerven und Muskeln können sich durch Gefühlsstörungen, Schwäche oder Lähmungen sowie Gangunsicherheit äußern. Zur Abklärung stehen das gesamte Spektrum elektrophysiologischer Untersuchungsmethoden sowie die Möglichkeit einer Nerv- oder Muskelbiopsie zur Verfügung.


Kernspintomographie eines Hirntumors

Hirntumore: Die Behandlung von Hirntumoren erfolgt in enger Kooperation mit neurochirurgischen Kliniken. Zumeist wird eine operative Entfernung des Tumors angestrebt, wodurch auch eine genaue Bestimmung der Tumorart möglich ist. Gemeinsam mit den Abteilungen für Strahlentherapie und Onkologie im Klinikum Herford entscheiden wir, ob eine zusätzliche Bestrahlung und/oder Chemotherapie erforderlich ist. Diese wird über unsere neuro-onkologischen Ambulanz koordiniert. Darüber hinaus können Patienten und ihre Angehörigen durch unseren klinischen Psychologen begleitet werden.

Palliativmedizin: Unsere Klinik bietet Patienten mit neurologischen Erkrankungen eine stationäre palliativmedizinische Versorgung an. Darüber hinaus übernimmt sie die palliativmedizinische Betreuung der Patienten im Darmzentrum Herford.

Mit einem Team aus Palliativmedizinern, Schmerztherapeuten, Palliativ-Care-Fachpflegern, Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden sowie Sozialarbeitern und Seelsorgern versuchen wir, körperliche Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Unruhe etc. zu lindern und die Betroffenen und ihre Angehörigen psychosozial und spirituell zu begleiten. Ziel unseres Angebotes ist es, die verbleibenden Lebenszeit so zu gestalten, dass ein würdevoller Abschluss des Lebens gelingen kann.

Um die Kontinuität des Behandlungskonzeptes in der ambulanten Weiterversorgung sicherzustellen, erfolgt eine enge Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und Hospizkreisen. Das Klinikum Herford engagiert sich im Palliativnetzwerk Kreis Herford und ist durch Frau Dr. Annette Walter, Oberärztin der Klinik, im Vorstand des Netzwerkes vertreten.

Bei  Fragen zum Thema Palliativmedizin wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Klinik für Neurologie 05221/942393.

Aktuelle Informationen aus dem Klinikum Herford

Hier finden Sie die aktuellen Neuigkeiten aus unserem Klinikum.


Zertifizierte überregionale Stroke-Unit
Qualität durch Transparenz

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