Jahr 2013/2014

08.04.2014

Aktiv gegen Parkinson

Gut besuchter "Parkinson Aktionstag" am Klinikum Herford

"Sehr zu­frie­den und positiv über das große Interesse der Bevölkerung überrascht", kom­men­tier­t Prof. Dr. med. Matthias Sitzer, Chefarzt der Klinik für Neurologie, den Verlauf des dritten Parkinson Aktionstags im Klinikum Herford.
Die Besucherzahl hatte alle Erwartungen übertroffen:
Rund 170 Interessierte (zuletzt vor zwei Jahren rund 100 Besucher), Parkinson Erkrankte und Angehörige, besuchten das Klinikum zum großen Aktionstag, organisiert durch die Deutschen Parkinson Vereinigung, die BKK-Herford Minden Ravensberg und das Klinikum Herford. Da der Parkinson Aktionstag weltweilt im Zeichen der roten Tulpe steht, wurden im Foyer des Klinikums neben Informationsmaterialien rote Tulpen verteilt.

Die mitwirkenden Physiotherapeutinnen Maria Schröder und Katharina Möller ziehen positiv Bilanz: „Wir haben viele physiotherapeutische Geräte vorgestellt, die die Teilnehmer auch selbst testen durften. Durch die flächendeckende Verbreitung des Aktionstages in der Öffentlichkeit haben wir zahlreiche Besucher über physiotherapeutische Möglichkeiten informiert."

Blasenstörungen: Die vergessene Folgeerkrankung
Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr neben den Neuigkeiten aus der Hightech-Medizin in der Sturzprophylaxe: So zeigte Professor Dr. med. Matthias Sitzer, Chefarzt der Klinik für Neurologie, das Spektrum moderner Behandlungsmöglichkeiten auf. Als Gastdozent referierte der Urologe Dr. med. Volker Müller-Mattheis vom Universitätsklinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über die Blasenstörungen als Begleiterscheinung bei Morbus Parkinson. Was in der Praxis häufig ein Tabu-Thema bleibt, stieß auf ein großes Interesse.

„So viel Resonanz und Interesse aus Herford und Umgebung zeigen, dass ein großer Informationsbedarf in der Öffentlichkeit herrscht“, fasst Prof. Dr. med. Matthias Sitzer das große Interesse an der Veranstaltung zusammen. Extra aus der Schweiz reiste Adrian Giger an, Anbieter des gleichnamigen Giger MD-Bewegungstrainers. Auf diese Weise sollen die motorischen Fähigkeiten von Parkinson-Erkrankten trainiert werden.

Oberärztin Dr. Inge Hübeler Knoche stellt den neurologischen Spazierstock „Anti-Freezing“ vor: Dieser sendet ein optisches Lasersignal als externen Reiz, der die Mobilität fördern soll bzw. die Bewegung wieder iniitiert. Oft sind Parkinson Patienten nämlich starr („frozen“), was durch den Gebrauch des High-Tech Stocks unterbrochen werden kann.
Therapeutisches Tanzen mit Margret Hey

Gymnastikraum verwandelte sich bei bunter Schlagermusik in Disko:
Durch viel Bewegung können Erkrankte ihre Muskulatur stärken und aktiv etwas für ihre Mobilität tun. Besonders geeignet ist das "Therapeutische Tanzen" bei Parkinson. In Gruppen fanden am Parkinson-Aktionstag zu diesen Themen Workshops statt.
Bei Schlagern von Helene Fischer und Wolfgang Petry tanzten unter Leitung der anerkannten Reha-Tanztherapeutin, Margret Hey aus Lemgo, plötzlich Menschen, die zuvor noch unbeweglich zu sein schienen: „Die Musik belebt die Sinne und ist ein weiterer Anreiz, die Patienten zu mehr Bewegung anzuregen“, beschreibt Oberärztin Dr. Inge Hübeler-Knoche die ausgelassene Stimmung im Klinikum.


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