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11.12.2015

Vegane Ernährung

Dr. med. Katharina Emptmeyer, Assistenzärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

 

Moderner Trend oder vielleicht sogar gefährlich für die Kindergesundheit? Viele Interessierte besuchten die Veranstaltung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich vegan – laut Vegetarierbund waren es Anfang des Jahres 900.000. Über die Frage „Vegan – ja oder nein“ referierte im Klinikum Herford Dr. med. Katharina Emptmeyer, Assistenzärztin am Klinikum Herford, im Rahmen der 11. Fortbildungsveranstaltung für Medizinische Fachangestellte. Rund 150 Interessierte aus der gesamten Region kamen ins Klinikum, um sich zu informieren. Die Fortbildungsreihe unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Rolf Muchow hat zum Ziel für aktuelle und praktische Themen zu begeistern und aufzuklären.

 

Wie sieht es mit veganer Ernährung im Kindesalter aus - ist sie geeignet?

„Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt „nein“, antwortet Dr. med. Katharina Emptmeyer. „Denn durch die Einschränkung der Lebensmittelauswahl besteht die Gefahr der Fehlernährung mit der Entwicklung von Mangelzuständen“. Allerdings könne man Familien nicht verbieten, sich für diese Art der Ernährung zu entscheiden. „Und deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe betreffende Familien optimal zu beraten, um den vegan ernährten Kindern die Möglichkeit zu schaffen, sich adäquat entwickeln zu können“, erklärt die Assistenzärztin.

 

Wo können Problempunkte bei der veganen Ernährung entstehen?

„Es kann durch den kompletten Verzicht auf Fleisch, Fisch und tierische Produkte wie Eier und Milch zur Mangelversorgung mit verschiedenen Nährstoffen kommen. Vitamin B12 und Vitamin D sind die wichtigsten Vitamine, die auch bei einer bestmöglichen veganen Ernährung nicht ausreichend aufgenommen werden können“, erörtert Dr. Emptmeyer. Diese beiden Nährstoffe müssten somit in jedem Lebensalter durch die Unterstützung von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Bei einem Vitamin B12-Mangel könnte es anderenfalls zu schweren bleibenden neurologischen Störungen kommen.  „Sollten sich also Eltern für eine vegane Ernährung ihrer Kinder entscheiden, ist es sinnvoll, sich sehr differenziert damit auseinanderzusetzen und gegebenenfalls die Möglichkeit der fachlichen Beratung in Anspruch zu nehmen“, rät Dr. med. K. Emptmeyer, Assistenzärztin der Kinderklinik am Klinikum Herford.

 

Außer dem Thema „vegane Ernährung“ standen die Themen „Die Ernährung der Frühgeborenen nach der Entlassung aus der Klink", „Therapie des Asthma – Fallstricke der Behandlung“, „Vergiftungen im Kindesalter“ und „Intelligenztests – wie funktionieren die eigentlich?“ auf dem Programm. Es referierten Dr. med. Rolf Muchow, Chefarzt; Dr. med. Uwe Spille, Oberarzt; Tobias Knöß, Assistenzarzt; und Katrin Ramöller, Psychologin (alle der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin).


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