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13.05.2015

Time is Brain: Beim Schlaganfall zählt jede Minute

Prof. Dr. med. Karl Ludwig führte die interessierten Besucher durch die Angiografieanlage
Prof. Dr. med. Matthias Sitzer und Schlaganfallotsin Sabine Bruning informierten über die Erkennung sowie über die Nachsorge von Schlaganfällen

In Deutschland werden jährlich rund 270.000 Menschen Opfer eines Schlaganfalls. „Aufgrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft ist zukünftig davon auszugehen, dass die Zahl der Schlaganfälle weiter ansteigen wird“, erklärt Prof. Dr. med. Matthias Sitzer, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Herford.

Der Schlaganfall stellt derzeit in Deutschland die dritthäufigste Todesursache dar. Darüber hinaus ist diese Erkrankung als häufigster Ursprung von bleibenden Behinderungen im Erwachsenenalter anzusehen. Etwa eine Million Bundesbürger leiden aktuell an den Folgen eines Schlaganfalls.

Eine rasche Akutversorgung im Erkrankungsfall trägt im hohen Maße dazu bei, die Sterblichkeit und Behinderung infolge eines Schlaganfalls zu senken. Dadurch lässt sich das Risiko für bleibende Folgeschäden minimieren. „Voraussetzung dafür ist es jedoch, dass die Betroffenen die Schlaganfallsymptome erkennen und umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Daher ist es unerlässlich, die Bevölkerung für diese Erkrankung zu sensibilisieren und sie über die entsprechenden Symptome aufzuklären“, ergänzt Prof. Dr. med. Karl Ludwig, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, der anlässlich des bundesweiten „Tags gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai 2015 mit seinem Kollegen Prof. Dr. med. Matthias Sitzer sowie der Schlaganfalllotsin Sabine Bruning zu Kurzvorträgen und einer Begehung der im vergangenen Jahr gebauten Angiografieanlage eingeladen hat.

Von der Aufnahme bis zur Entlassung „Aus einer Hand“ behandeln
Dieses Jahr hatte sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe das Motto „Starke Patienten leben besser“ für den Aktionstag auf die Fahne geschrieben. „Kliniken, Ärzte und Selbsthilfegruppen führten an diesem Aktionstag über 100 Veranstaltungen rund um das Thema Schlaganfall durch“ , berichtet Mario Leisle, Pressesprecher der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh.

Das Klinikum Herford beteiligte sich an der Aktion und lud zu einer Informationsveranstaltung ins Klinikum ein. „Ziel der Veranstaltung war es, Interessierten, Patienten und deren Angehörigen verständliche Informationen zu den modernen Behandlungsmöglichkeiten zu liefern“, erklärt Prof. Dr. med. Karl Ludwig.

„Time is Brain“: Beim Schlaganfall in Zeit der wichtigste Faktor
„Die Veranstaltung ist gut gelungen, die Bevölkerung war sehr interessiert daran zu erfahren, wie man einen Schlaganfall erkennt. Vor allem kamen viele Fragen zur Behandlung auf; da konnten wir erklären, wie wir in unserer zertifizierten „Comprehensive Stroke Unit (CSU)“ Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung aus einer Hand nach standardisierten Verfahren behandeln“, resümmiert Prof. Dr. med. Sitzer, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Herford. Beim Schlaganfall ist gerade Zeit der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Therapie.

Das Klinikum nimmt als eins von elf Krankenhäusern in OWL seit einem guten Jahr auch an einem Pilotprojekt teil, in dem speziell ausgebildete Lotsen eingesetzt werden, die Patienten im Klinikum bereits kennenlernen und bezüglich ihrer Entlassung beraten. „Wir zeigen den Patienten Möglichkeiten auf, wie Sie wieder zurück in den Beruf finden oder bestärken Sie darin, gesund zu leben und zum Beispiel langfristig mit dem Rauchen aufzuhören“, erklärt Schlaganfalllotsin Sabine Bruning. Wenn die Tätigkeit des Arztes nach der Entlassung des Patienten endet ist die Schlaganfalllotsin Sabine Bruning erst warm geworden: „Wir Schlaganfalllotsen versorgen und betreuen bei Bedarf Patienten ein Jahr lang nach ihrer Behandlung im Klinikum.


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