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15.07.2014

Vorzeitiger Start ins Leben

Bilal Abdel Hay heißt der kleine Junge, der in der 26 Schwangerschaftswoche (SSW) mit einem Geburtsgewicht von nur 730 Gramm im Klinikum Herford zur Welt gekommen ist. Er war anfänglich sehr schwach und ist eins von ca. 170 Frühchen, die im Klinikum jährlich geboren werden. Da der kleine Bilal aufgrund seiner Unreife und zahlreichen Komplikationen in den ersten Lebenswochen mit einem  künstlichen Darmausgang versorgt ist und auch Probleme mit seiner Sehfähigkeit hatte, kümmern sich die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendklinik ganz besonders intensiv um das kleine Kind. „Das Schicksal vom kleinen Bilal liegt uns am Herzen“, sagt Chefarzt Dr. med. Rolf Muchow.

Hilfe zur Selbsthilfe
Damit zu früh geborene Kinder und ihre Eltern auch im Übergang nach zu Hause kompetent begleitet werden, arbeitet die Kinder- und Jugendklink schon seit  2010 mit dem Verein Sonnenblume e.V. zusammen um „sozialmedizinische Nachsorge“ für Familien wie die von Bilal anbieten zu können. Bereits 70 Familien wurden in dieser Zeit begleitet.

Frühchen haben oft größere Probleme
Kommt ein Kind viele Wochen zu früh zur Welt, ist die Zeit in der Klinik für die Eltern geprägt durch zahlreiche Sorgen und Ängste, der Start in das Leben mit dem Kind verläuft völlig anders als erhofft. Auch nach der Entlassung aus der Klinik brauchen diese Kinder besondere Aufmerksamkeit, haben aufgrund ihrer „Unreife“ Anpassungsprobleme. Sie leiden häufiger unter frühkindlichen Regulationsstörungen, haben größere Probleme beim Füttern, benötigen besondere Therapiemaßnahmen, haben häufiger Arzttermine, erklärt Dr. med. Rolf Muchow, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik.

Förderverein spendet 1000 Euro
Die sozialmedizinische Nachsorge setzt als Leistung der Krankenkassen genau an diesen Problemen an. Ein multidisziplinäres Nachsorgeteam (eine Case Managerin sowie Mitarbeiter aus den Bereichen Kinderkrankenpflege, Sozialpädagogik, Psychologie, Seelsorge und dem ärztlichen Bereich) kann diese Situation kompetent begleiten und Eltern Sicherheit geben.

Da sich bei Bilal eine Kostenübernahme schwierig gestaltete, hat sich Dr. med. Rolf Muchow entschieden, 1000 Euro vom Förderverein der Kinder- und Jugendklinik bereit zu stellen, um Bilal und seiner Familie einen guten Start in ihr Alltagsleben zu ermöglichen.

Bilals Nachsorgeschwester Gabi Böhm sagt: „Durch unsere Begleitung hat sich die Selbstversorgungskompetenz der Familie schon deutlich gesteigert.“ Nachsorgeschwester Gabi Böhm ist zudem behilflich bei der Organisation von notwendigen therapeutischen Maßnahmen und begleitet Frau Abdel Hay zum Kinderarzt.

Foto: (Klinikum vlnr.)
Chefarzt und Vorsitzender des Fördervereins der Kinder- und Jugendklinik Dr. med. Rolf Muchow, Mutter Narimad Abdel Hay mit Baby Bilal, Krankenschwester Gaby Böhm, Psychologin Katrin Ramöller

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