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07.01.2016

Prof. Dr. med. Matthias Sitzer ist neuer Ärztlicher Direktor des Klinikum Herford

Prof. Dr. med. Matthias Sitzer


Mit Jahresbeginn übernimmt Professor Sitzer das Amt des Ärztlichen Direktors des Klinikums. Der Chefarzt der Klinik für Neurologie tritt damit die Nachfolge von Professor Weichert-Jacobsen an, der nach 6 Jahren in diesem Amt nunmehr Beauftragter für Lehre und Forschung wird. Für Professor Sitzer beginnt das neue Jahr mit einer doppelten Führungsaufgabe: Er wird weiterhin als Chefarzt die Klinik für Neurologie leiten und gleichzeitig als ärztliches Mitglied der Unternehmensleitung die ärztlichen Kollegen vertreten.

"Es ist für mich eine besondere Ehre, dass mich nicht nur der Vorstand und der Verwaltungsrat einstimmig berufen haben, sondern dass sich auch die Gemeinschaft aller Chefärzte einstimmig für meine Kandidatur ausgesprochen hat." Professor Matthias Sitzer freut sich darüber, dass er seine 8-jährige Chefarzt-Tätigkeit am Klinikum Herford um eine weitere bedeutende Facette erweitern kann. Er hofft, dass die große Unterstützung dazu beitragen kann, auch schwierige Entscheidungen besser vermitteln zu können.

Kooperationen mit Kliniken in der Region weiter ausbauen: Lehre und Forschung

Eine wesentliche Aufgabe des Ärztlichen Direktors sieht Prof. Dr. med. Matthias Sitzer darin, in Zusammenarbeit mit Professor Weichert-Jacobsen das Klinikum in eine akademische Lehr- und Forschungsinstitution umzuwandeln.

"Der Bereich Forschung und Lehre soll im Klinikum neben der Krankenversorgung verstärkt ausgebaut werden, damit wir sowohl ein noch attraktiverer Arbeitgeber für junge Mediziner sein können als auch gleichzeitig durch den stärkeren wissenschaftlichen Anspruch andere Betrachtungsweisen und Standards einführen können." Hintergrund: Das Klinikum Herford und die Mühlenkreiskliniken sind eine Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum eingegangen, um Mediziner auszubilden mit dem Ziel, sie auch langfristig für die Region zu gewinnen. Im Oktober 2016 kommen die ersten 60 Medizinstudierenden der Ruhr-Universität Bochum nach Ostwestfalen, um hier den klinischen Teil ihres Studiums zu absolvieren. Drei Jahre lang werden Sie an den Mühlenkreiskliniken und am Klinikum Herford praktische Erfahrung sammeln. "Wir hoffen, dem Medizinermangel dadurch entgegenwirken zu können. Das Ziel ist erreicht, wenn Ärzte langfristig als Niedergelassene oder Krankenhaus-Ärzte in der Region bleiben."

Hohe Qualität für die Patientenversorgung

Der neue Ärztliche Direktor Professor Sitzer fühlt sich auch in der neuen Funktion primär dafür verantwortlich, für die Patienten stets die optimale medizinische Leistung sicherzustellen. "Ich möchte die neue Rolle nutzen, um das medizinische Leistungsspektrum am Klinikum konsequent weiterzuentwickeln. Damit wir auch langfristig Patienten in der gesamten Region versorgen können. Um uns wirtschaftlich langfristig abzusichern, müssen wir uns in Zukunft darauf konzentrieren, den gesamten Bereich der Medizin abzudecken. Patienten würden davon profitieren, wenn wir im Klinikum alle Krankheiten an einem Standort behandeln können." Dabei möchte Professor Sitzer als Sprachrohr der Chefärzte die Belange seiner Kollegen stets so vertreten, dass das Ziel einer optimalen Betreuung erreicht werden kann. "Die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, sodass eine qualitativ hochwertige Betreuung der Patienten erhalten bleibt, in der Patienten nicht nur medizinisch gut versorgt werden, sondern Patienten auch das Gefühl haben, gut und sicher aufgehoben zu sein."

Stetige Weiterentwicklung medizinischer Schwerpunkte

Wie das Gesundheitswesen in Deutschland insgesamt, so steht auch das Klinikum Herford laut dem neuen Ärztlichen Direktor vor der Herausforderung, immer ältere Patienten mit immer mehr Zusatzerkrankungen behandeln zu müssen. Damit das gelingen kann, will Professor Sitzer weiterhin dazu beitragen, dass Schwerpunkte, die bereits existieren, stetig ausgebaut werden.

Die Vorstandsmitglieder Martin Eversmeyer und Rudolf Küster freuen sich auf neue Anregungen in der Unternehmensleitung.

"Professor Sitzer genießt eine hohe Anerkennung als Spezialist für Schlaganfallversorgung in der Region. Er hat seine Klinik in den letzten Jahren zu einer der führenden in Deutschland entwickelt. Dabei hat er auch große Managementfähigkeiten bewiesen. Wir halten ihn auch deshalb für einen geeigneten Ärztlichen Direktor", sagt Vorstand Martin Eversmeyer. "Weit über die Grenzen Ostwestfalens hinaus gilt Professor Sitzer als Experte im Bereich der Versorgung neurologischer Patienten", ergänzt Vorstand Rudolf Küster. "Der gute Ruf der Klinik für Neurologie sowie die Beteiligung an Studien und internationalen Projekten belegen die Qualität seiner Forschungsarbeit und der hochwertigen Versorgung in der Klinik."

Zur Person:

Der 49- jährige Prof. Dr. med. Matthias Sitzer ist in Gelsenkirchen geboren und hat das Medizinstudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1992 absolviert. Nach seiner Facharztausbildung an der Universitätsklinik in Düsseldorf ging er als Oberarzt in das Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie an die Goethe-Universität Frankfurt am Main (1999). Der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main berief ihn 2006 zum außerplanmäßigen Professor. Seit 2008 ist er Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Herford und hat wesentliche Schwerpunkte konsequent weiterentwickelt. Dazu zählt die mittlerweile rezertifizierte Schlaganfallstation (Comprehensive Stroke Unit) mit 35 Betten, darunter 12 Überwachungsplätze. Die Versorgung von Patienten mit einer Multiplen Sklerose hat er ausgebaut; mittlerweile verfügt das Klinikum hierfür über ein spezielles, zertifiziertes Behandlungszentrum. Die Palliativmedizin sowie der Bereich neurodegenerativer Erkrankungen, zu denen z. B. Parkinson und Demenzen gehören, zählen zu weiteren Schwerpunkten der Klinik für Neurologie.

In der Klinik für Neurologie werden pro Jahr mehr als 3500 Patienten stationär behandelt, im Jahr 2007 waren es noch weniger als 2000. Professor Sitzer tauscht sich in einer Vielzahl medizinischer Fachgesellschaften und Gremien über neue Behandlungsmöglichkeiten aus: Dazu zählen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG), die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN).


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