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09.11.2016

Neuer Chefarzt begrüßt

Ärztlicher Direktor Prof. Matthias Sitzer (rechts) freut sich über einen neuen Kollegen im Team der Chefärzte.

 

Seit dem 1. November 2016 ist Prof. Dr. med. Michael Kellner Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikum Herford. Nach Ausscheiden von Priv.-Doz. Dr. med. Marcus-Willy Agelink hat er die Leitung der Klinik übernommen. An seiner neuen Position reizt ihn vor allem die breite therapeutische Aufstellung der Klinik und die Möglichkeit zur fachübergreifenden Weiterentwicklung des Angebotsspektrums, um Patienten noch individueller und zielgerichteter versorgen zu können. „Im Klinikum Herford freue ich mich auf die permanente Optimierung des psychiatrischen und psychotherapeutischen Therapieangebots, die Zusammenarbeit mit den organmedizinischen Fachabteilungen des Klinikums und auf die kommende Kapazitätserweiterung. Diese ist sehr wichtig, damit die Klinik die 250.000 Einwohner des Versorgungsgebietes weiter gut versorgen kann.“ Da Prof. Kellner jahrelang das Gebiet der Angststörungen, Depressionen und Posttraumatischen Störungen durch seine Forschungsarbeiten und seine klinische Tätigkeit maßgeblich weiterentwickelt hat, wird er in diesem Bereich in Herford einen Schwerpunkt setzen und möchte auch die überregionale Versorgung dieser Erkrankungen weiterentwickeln. Das bestehende Leistungsspektrum wird bei allen Weiterentwicklungsvorhaben fortbestehen.

Insbesondere der Bereich Gerontopsychiatrie wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer bedeutsamer werden und erfordert qualifizierte Ärzte, die sich mit psychiatrischen Erkrankungen im Alter auskennen. So bietet der Chefarzt Fachwissen, welches in Zusammenarbeit mit den Chefärzten des Klinikums den geriatrischen und neurologischen Patienten zugutekommen soll. „Wir wollen die psychiatrische Versorgung der Älteren durch eine schnelle Erkennung und Diagnostik von Gedächtnisproblemen und deren zeitnahe und umfassende Behandlung sichern“, sagt Prof. Kellner.

Prof. Kellner hat Medizin und Anthropologie studiert und war zwischen 1989 und 1991 Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie mit den Schwerpunkten Psychoneuroendokrinologie und -pharmakologie. Nach der Approbation als Arzt war er wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Es folgte der Aufbau der ersten Angstambulanz Deutschlands am MPI für Psychiatrie sowie eine intensive psychiatrische Konsiliartätigkeit am Krankenhaus München-Schwabing. Nach erfolgreicher Facharztprüfung zum Psychiater und Psychotherapeut im Jahr 1995 erhielt er ein Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Mount Sinai Hospital in New York mit dem Schwerpunkt Posttraumatische Belastungsstörungen. 1997 wechselte er als Oberarzt an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitäts-Krankenhauses Hamburg-Eppendorf (UKE).

Er habilitierte im Jahr 2001 und erwarb die Lehrberechtigung für Psychiatrie sowie die Weiterbildungsberechtigung für das Fach verhaltenstherapeutische Psychotherapie. Im Jahr 2006 wurde ihm an der Universität Hamburg eine Professur verliehen und er übernahm die ärztliche Leitung des Arbeitsbereichs Angstspektrumsstörungen mit Station, Tagklinik und großer Ambulanz. Weiterhin entwickelte er die Medizinerausbildung am UKE fächerübergreifend weiter. Zwischen 2002 und 2014 war er als Fachbeisitzer und Prüfer für Psychiatrie und Psychotherapie an der Landesärztekammer Hamburg tätig. Insgesamt forschte er mit seiner Arbeitsgruppe nunmehr 17 Jahre lang am UKE und verfügt durch die Publikation von mehr als 120 vornehmlich humanexperimentellen Originalarbeiten über besonderes, international renommiertes Expertenwissen zu Patienten mit komplexen Stressfolgeerkrankungen. Zu seinen Schwerpunkten zählen weiterhin Psychoneuroendokrinologie, Psychopathologie, Psychopharmakologie und Verhaltenstherapie.

Zusätzlich hat Herr Prof. Kellner ein Diplom im Bereich der Gesundheitsökonomie erlangt. Nach seiner Tätigkeit am UKE übernahm er zwischen 2014 und 2016 eine Chefarztposition an der Fachklinik für Psychosomatik Medical Park Chiemseeblick und war dort gleichzeitig Ärztlicher Direktor.

„Wir freuen uns, dass wir einen so erfahrenen Psychiater und Psychotherapeuten mit einer herausragenden fachlichen Qualifikation für das Klinikum gewinnen konnten. Gerade im Zuge des zunehmenden Bedarfs an der Versorgung spezieller psychiatrischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft wird dem zielgerichteten fachlichen Aufbau eine wichtige Bedeutung zuteilwerden“, sagt Martin Eversmeyer, Vorstand des Klinikum Herford.

 

 


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