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29.03.2017

Klinikum Herford eröffnet neue Klinik für Nuklearmedizin: Moderne Diagnostik und optimierte Prozessabläufe

Freuen sich über die Eröffnung: (vlnr.) Vorstand Rudolf Küster, Architekt Stephan Di Pancrazio, Vorstand Martin Eversmeyer und Chefarzt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann
Architekt Stephan Di Pancrazio hat den Wartebereich ganz bewusst farbig gestaltet.
Die neue Ausstattung trägt zu einer patientenfreundlichen Atmosphäre bei.
Die höhere Genauigkeit der hochmodernen Geräte ermöglicht eine noch bessere Diagnostik.


Das Klinikum Herford hat eine neue Klinik für Nuklearmedizin in Betrieb genommen. Damit bietet das Klinikum Herford noch bessere diagnostische und therapeutische Möglichkeiten für seine Patientinnen und Patienten. „Die neue Klinik konnte in einer freigewordenen Fläche nach tiefgreifendem Umbau entwickelt werden“, sagt Vorstand Rudolf Küster. Er fährt fort: „Geschaffen wurde hier ein High-Tech-Standort, ausgerichtet auch auf die Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten.“

Klinikum investiert 3 Millionen Euro in Bau und Geräte und hebt Nuklearmedizin auf höchstes Level

Auf einer Fläche von 670 Quadratmetern erstreckt sich jetzt die neue Klinik im Gartengeschoss mit einem hellen und freundlichen Wartebereich und einem offenen Empfangstresen. „Hier zeigt sich die Zukunft moderner Medizin: Wir haben hier nicht nur Wert auf die Ausstattung und moderne Geräte gelegt, sondern auch auf die Optimierung von Prozessabläufen. Dadurch sind Termine schneller verfügbar, die Wartezeiten sinken und der Patientenkomfort wird erhöht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit, die nun durchgängig gewährleistet ist“, sagt Vorstand Rudolf Küster. „Das ‚i-Tüpfelchen‘ ist, dass die neue Ausstattung zu einer patientenfreundlichen Atmosphäre beiträgt“, ergänzt Vorstand Martin Eversmeyer. 

Rund drei Millionen Euro wurden in den Neubau der Räumlichkeiten und die Anschaffung neuer Großgeräte investiert. „Der Krebs ist zwar nicht besiegt, aber mit den neuen diagnostischen Verfahren, die wir nun anbieten, können Kleinsttumore, z. B. an der Wirbelsäule, schneller erkannt und im Klinikum versorgt werden“, sagt Martin Eversmeyer und ergänzt: „Das ist fantastisch und verbessert die Versorgung der Patienten erheblich.“

Klinik für Nuklearmedizin des Klinikums ist etabliert

Die Klinik für Nuklearmedizin des Klinikum Herford gehört zu den am längsten etablierten nuklearmedizinischen Einrichtungen in Deutschland. „Nach der Investition in ein PET-CT* im Jahr 2010 und dem Neubau der Radiojodstation mit Fertigstellung im Dezember 2015 haben wir als letzten Baustein jetzt die Ambulanz erneuert. Nun haben wir kurze Wege und können Befunde schnell erstellen, um die Patienten in der Region und darüber hinaus effektiver als bisher zu behandeln“, erklärt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin. Die Konzentration von diagnostischen Möglichkeiten in einem Akutkrankenhaus der Maximalversorgung ist ein weiteres Aushängeschild, ein „Leuchtturm“ für das Klinikum Herford.  

Technische Voraussetzungen

Die Auflagen für den Strahlenschutz haben sich in den letzten Jahren enorm verschärft. „Insbesondere war beim Neubau der Strahlenschutz für die Bevölkerung und für die Mitarbeitenden von entscheidender Bedeutung“, erklärt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann einen Beweggrund für die Investition in nachhaltigen Strahlenschutz. Durch kontrollierte Be- und Entlüftung wird außerdem die Raumluft gereinigt. Zusätzlich verfügt die Nuklearmedizin auch über ein eigenes Labor, in dem die Arzneimittelherstellung unter Reinraumbedingungen (höchste Hygienestandards) erfolgen kann.

Die neue räumliche Aufteilung in der Klinik bietet nun die Möglichkeit, Patientenströme zu trennen. „Dies ist sehr wichtig, da wir so schwerkranke stationäre Patienten von leichter erkrankten ambulanten Patienten trennen können. Zudem erfolgt eine Trennung zwischen strahlenden und nicht strahlenden Patienten. Dies dient der Patientenzufriedenheit und vor allem der Sicherheit“, sagt Chefarzt Dr. med. Czyborra-Brinkmann. Die technische Ausrüstung konnte nahezu vollständig erneuert werden. „Sämtliche Messsysteme wurden ausgetauscht und auf den neusten Stand gebracht, was ebenfalls dem Strahlenschutz zugutekommt und auch zu einer großen Arbeitserleichterung für die Mitarbeitenden führt“, sagt Vorstand Rudolf Küster.

Zwei neue High-End SPECT/CTs (Gamma-Kameras) bieten neue Möglichkeiten

Mit zwei High-End SPECT/CT-Systemen der Firma Siemens ausgestattet, bietet das Klinikum nun noch bessere diagnostische Möglichkeiten. SPECT/CT-Systeme verbinden die hochauflösende anatomische Information der CT**-Bildgebung mit der Funktionsinformation der nuklearmedizinischen SPECT***-Bildgebung. Dadurch können funktionelle Störungen deutlich besser und frühzeitiger lokalisiert und eine Schwächungskorrektur der nuklearmedizinischen Bilder durchgeführt werden. Die SPECT/CT-Systeme liefern eine hervorragende Bildqualität bei sehr kurzen Aufnahmezeiten und niedriger Patientendosis.

Entscheidend in einem High-Tech-Fach wie der Nuklearmedizin ist die Ausrüstung mit Gamma-Kameras, die in den SPECT-CTs eingebaut sind. Diese Großgeräte werden zur Untersuchung der Patienten eingesetzt. „Mit diesen Systemen können wir einerseits die Untersuchungszeiten deutlich verkürzen und den Komfort für die Patienten deutlich steigern. Andererseits wird durch die höhere Genauigkeit der Geräte eine bessere Diagnostik ermöglicht, die zu besseren und früheren Therapieentscheidungen führen kann“, sagt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann. Die Geräte können prinzipiell alle Aufgaben der modernen Nuklearmedizin erfüllen. Im Klinikum Herford wurden sie jedoch auf ihre unterschiedlichen Aufgaben hin optimiert.

„Ein System ist beispielsweise hochempfindlich für die Untersuchungen des Herzmuskels ausgelegt. Damit können wir Durchblutungsstörungen des Herzens frühzeitig erkennen und dann eine Therapie veranlassen. Das zweite System ist auf die Darstellung knöcherner und auch neurologischer Erkrankungen optimiert. Es bestehen enge Kooperationen mit den Kliniken für Neurologie, Onkologie, Kardiologie, Orthopädie und Urologie sowie enge Vernetzungen mit vielen ambulanten Praxen aus Herford und der näheren und ferneren Umgebung. „Diese Kooperationen werden sich weiter intensivieren“, sagt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann. Damit verfügt das Klinikum über drei Kombinationsgeräte (ein PET-CT und zwei SPECT-CTs).

Im Jahr 2016 wurden rund 5.000 Patientinnen und Patienten in der Klinik für Nuklearmedizin ambulant und stationär versorgt.

 

PET-CT* = Positronenemissionstomograf
CT** = Computertomografie
SPECT*** = Single Photon Emission Tomografie

 

 

 


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