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24.10.2015

MS-Familientag am 24.10.2015

Motiv aus dem Flyers des MS-Familientags 2015
Motiv aus dem Flyers des MS-Familientags 2015

Mehr als 130 Teilnehmende hatten die Themen Multiple Sklerose und Stress sowie Musiktherapie zum 11. MS-Familientag im Kreishaus Herford gelockt. Diese Veranstaltung wurde von der Klinik für Neurologie, Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Sitzer, und dem MS Kompetenznetz OWL gemeinsam vorbereitet.

Dr. med. Annette Walter, Oberärztin der Klinik und Leiterin der MS-Ambulanz, stellte den aktuellen Wissensstand über den Zusammenhang von Stress und dem Verlauf einer Multiplen Sklerose dar. In 2 großen Studien mit mehr als 200.000 Teilnehmerinnen konnte kein Zusammenhang zwischen Stress in der Kindheit, am Arbeitsplatz und im Privatleben und der Auslösung einer Multiplen Sklerose nachgewiesen werden. Ganz anders sieht es aus, wenn bereits eine Multiple Sklerose vorliegt. Die Erfahrung vieler Betroffener, dass ein Zusammenhang zwischen der Auslösung von Schüben und psychischen Belastungen existiert, bestätigt sich auch in Studien. Um aussagefähige Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, Stressfaktoren exakt zu definieren und die Studien mit Patienten durchzuführen, die einen einheitlichen Krankheitsverlauf haben. Diese Anforderung wird am ehesten in Studien erfüllt, die nicht die Auswirkungen negativen Stresses untersuchen, sondern den MS-Verlauf unter standardisierten Programmen zur Stressbewältigung betrachten. Dabei geht es darum, durch das Erlernen von Achtsamkeit besser mit Stress umgehen zu können. Zu den Achtsamkeitsbasierten Therapien gehören u. a. Meditation, Yoga, Qi Gong und Tai-Chi. So konnte z. B. in einer Studie aus Chicago nachgewiesen werden, dass die MS weniger aktiv verläuft, wenn die Teilnehmende an einem solchen Achtsamkeitstraining teilnehmen. „Wir wollen diesen Ansatz auch in unser Therapieangebot integrieren“ versprach Dr. med. Annette Walter im Namen der Klinik für Neurologie und des MS-Kompetenznetzes OWL.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Herr Dr. med. Matthias Grün, Leiter der Abteilung für Musiktherapie der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock, die Musiktherapie vor. Musik ermöglicht kranken Menschen, auch dann Gefühle auszudrücken und ihren eigenen Rhythmus zu finden, wenn dies mit Sprache nicht möglich ist. Im anschließenden Workshop konnten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen mit den mitgebrachten Musikinstrumenten machen. Besonders großes Interesse fand die Klangliege, die durch Klang und Vibrationen tiefe Emotionen auslöst.

„Es war einer gelungene Veranstaltung, der wir viele Anregungen für die weitere Arbeit verdanken“ resümierte Herr Carsten Oberhoff, 1. Vorsitzender des MS Kompetenznetzes OWL.

 


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