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07.07.2017

Krankenhaus-Kooperation im Kreis Herford

Zusammen für die Kooperation: (vlnr.) Rudolf Küster (Vorstand Klinikum Herford), Landrat Jürgen Müller und Dr. Hans-Ulrich Sorgenfrei (Vorstand Lukas Krankenhaus Bünde)


Der Verein Evgl. Krankenhaus Bünde mit den Standorten Bünde und Enger und das Klinikum Herford wollen medizinisch sowie wirtschaftlich enger zusammenarbeiten und planen eine Kooperation der beiden Häuser. Die Kooperation wurde von den Trägergremien in den letzten Tagen beschlossen.

Im Sommer 2016 wurde hierfür die WMC Healthcare GmbH München vom Kreis Herford beauftragt, Überlegungen zu einer intensivierten Zusammenarbeit der beiden Häuser anzustoßen und eine faktenbasierte Diskussionsgrundlage zu schaffen. Die entsprechenden Gespräche mit den Geschäftsführungen der beiden Häuser moderierte Landrat Jürgen Müller.

Der Kreis Herford unterstützt und begleitet den Prozess, weil er dadurch die stationäre medizinische Versorgung für die Zukunft sichern und die wohnortnahe Grundversorgung langfristig stärken möchte.

Die Krankenhäuser stehen vor großen Herausforderungen: Die bis dato mangelhafte Investitionsförderung durch das Land, die hohe Eigeninvestitionen notwendig macht, das ungelöste Problem übervoller Notaufnahmen, die Notwendigkeit der übersektoriellen Vernetzung zwischen stationärem und ambulantem Bereich, der zunehmende Fachkräftemangel, die kommende Digitalisierung, insbesondere die elektronische Patientenakte sowie immer komplexer werdende Rahmenbedingungen mit Strukturvorgaben wie Personalmindestausstattung- und qualifizierung, steigende Qualitätsanforderungen und weiter zunehmende Bürokratisierung machen Kooperationen sinnvoll.

Die Kooperationspartner rechnen neben einer Qualitätssicherung- und Verbesserung auch mit wirtschaftlichen Vorteilen. Alle beteiligten Häuser sind wirtschaftlich und medizinisch erfolgreich – durch die Kooperation erwarten die Partner zusätzliche große Synergieeffekte.

In allen drei Häusern stehen auch in Zukunft große Bauprojekte an, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern.

  • Da das medizinische Spektrum groß ist, erhalten nahezu alle Patientinnen und Patienten durch die Zusammenarbeit die optimale medizinische Behandlung innerhalb des Kreisgebietes.
  • Die vorhandenen medizinischen Ressourcen sind vielfältiger und werden effizient genutzt.
  • In beiden Häusern werden abgestimmte medizinische Versorgungsschwerpunkte gebildet.
  • Versorgungssysteme (z.B. Einkauf und Beschaffung), Infrastrukturen (z.B. medizinische Geräte und Untersuchungen) können gemeinsam beschafft und genutzt werden.
  • Zusammenarbeit im Bereich der IT zur Umsetzung der Digitalisierung.
  • Zusammenarbeit im Bereich Technik und Bau.
  • Stärkere Mitarbeitervernetzung der beiden Standorte durch ärztliche und pflegerische Weiterbildung. Eine gemeinsame Pflegeschule soll helfen, gut ausgebildete Pflegekräfte im Kreisgebiet auszubilden und zu halten.


Der Zeitplan
Eine Kooperation wird von allen Partnern befürwortet. Zurzeit erfolgt die Erarbeitung eines detaillierten Kooperationskonzeptes samt der wirtschaftlichen Perspektive.

Priorität hat das Konzept der medizinischen Versorgungsschwerpunkte sowie die Schwerpunkte Pflegeschule, Fort- und Weiterbildung sowie die Umsetzung zur Digitalisierung. Die ersten Schritte zur Umsetzung erfolgen noch im Sommer dieses Jahres. Im kommenden Jahr werden dann die Schwerpunkte Infrastruktur und gemeinsame Dienstsysteme betrachtet.

 


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