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21.11.2016

Informationen aus erster Hand

Im Gespräch: Prof. Thorsten Pohle informierte auch über die demografische Entwicklung in 2020.
Die Arbeitsgemeinschaft SPD 60+ des Kreises Herford beim Rundgang durch das Klinikum.

 

Wie hat sich das Klinikum Herford in den letzten Jahren zum Anbieter universitärer Medizin entwickelt und wie werden die Ärzte im Klinikum Herford der demografischen Entwicklung gerecht? Diesen Fragen war am Mittwoch die Arbeitsgemeinschaft der SPD 60+ des Kreises Herford nachgegangen. Im Rahmen eines Vortrags von Martin Eversmeyer, Vorstand des Klinikum Herford, und Prof. Thorsten Pohle, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Pneumologie, Diabetologie und Geriatrie des Klinikums, informierten sich rund 50 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft SPD 60+ über medizinische und bauliche Fortschritte sowie frührehabilitative Behandlungsmöglichkeiten für geriatrische Patienten (Altersmedizin).

Eindrückliche Daten und Fakten
Mittlerweile werden rund 71.000 Menschen aus dem Kreis Herford und darüber hinaus ambulant im Klinikum versorgt. Stationär sind es über 31.000 Behandlungsfälle. Um eine hochwertige Versorgung bei steigenden Patientenzahlen gewährleisten zu können, ist in den letzten Jahren stets Personal aufgebaut worden. Heute verfügt das Klinikum über rund 2000 Mitarbeitende (inkl. Teilzeitbeschäftigung). Christa Kollmeier und Peter Weck, Mitglieder im Arbeitskreis der SPD 60+, interessierten sich für die Medizinerausbildung im Klinikum Herford. Dass diese Entwicklung ein Meilenstein für das Klinikum Herford ist, zeigte Martin Eversmeyer auf. „Besonders toll finde ich es direkt aus erster Hand zu erfahren, wie sich das Klinikum entwickelt hat und dass es sich stets im Optimierungsprozess befindet“, sagt Christa Kollmeier, die den Besuch der SPD 60+ vorgeschlagen hat. „Wir möchten mit dem Arbeitskreiskreis dazu beitragen, die Informationen aus dem Klinikum im Rahmen unserer Gremien an Interessierte Freunde und Bekannte weiterzugeben. Ich finde es toll, heute so viel Neues gesehen zu haben, so kann ich mir ein besseres Bild machen.“

Neue Patientenzimmer nach Vollendung der Hochhaussanierung
Im Rahmen der Hochhaussanierung des Klinikums wird ein neues Raumkonzept umgesetzt. In erster Linie werden davon die Patienten im Klinikum Herford profitieren. „Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten 2017 werden 50 zusätzliche Betten sowie neue Zimmer zur Verfügung stehen“, freut sich Martin Eversmeyer. „Wir legen viel wert auf helle Behandlungszimmer, eine moderne Ausstattung und ebenerdige Badezimmer. „Wir möchten, dass sich unsere Patienten bei uns wohlfühlen. Eine angenehme Atmosphäre kann sicherlich nur vorteilhaft für die Genesung unserer Patienten sein“, sagt Martin Eversmeyer. Weiterhin soll in Zukunft der Zugang zum Internet für alle Patienten durch ein neues W-LAN-Netz gesichert werden. „Ein Großteil der Kommunikation mit Familien und Angehörigen läuft über das Internet. Im Zuge steigender Nachfrage gerade im Service-Bereich werden wir damit den Vorstellungen unserer Patientinnen und Patienten gerecht“, erklärt Martin Eversmeyer die Gründe für diese Entwicklung.

Demografische Entwicklung erreicht 2020 neuen Höhepunkt
Chefarzt Prof. Thorsten Pohle zeigte auf, dass die demografische Entwicklung im Kreis Herford im Jahr 2020 einen neuen Höhepunkt erreichen wird. Knapp 20.000 Menschen aus dem Kreis Herford werden demnach älter als 80 Jahre alt sein. Das ist ein Zuwachs von 38 % seit dem Jahr 2009. Um Patienten, die unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden, bestmöglich zu versorgen, wird in der Geriatrie unter Leitung von Prof. Pohle die „akutgeriatrische Komplexbehandlung“ angewandt. Einen Eindruck über diese vielseitige Versorgungsmöglichkeit bekam die Arbeitsgemeinschaft bei einer an die Vorträge anschließende Begehung der Geriatrie. Prof. Pohle stellte dabei das akutgeriatrische Versorgungskonzept vor. „Die Versorgung in der Geriatrie ist auf ältere Menschen ausgerichtet, die unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden. Eine lange Bettlägerigkeit führt zu Muskel- und Knochenabbau mit entsprechendem Kräfteverlust. Wir möchten unsere Patienten dabei unterstützen, ihre Selbstständigkeit und Alltagskompetenz zu bewahren. Daher beginnen wir früh mit strukturierten Behandlungsmaßnahmen wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Ebenso ist eine spezielle pflegerische Unterstützung (aktivierende Pflege) erforderlich, um baldmöglichst wieder Alltagskompetenz zu erlangen. Je eher hier rehabilitative Maßnahmen greifen, desto besser kann dies abgewendet werden.“ Weiterhin sind Psychologen, der Sozialdienst und Ernährungsberater an der akutgeriatrischen Komplexbehandlung in der Geriatrie des Klinikums beteiligt.

Positive Stimmung und viele Erkenntnisse zum Ende des Nachmittags
„Es war ein sehr abwechslungsreicher Nachmittag mit vielen Eindrücken. Wir möchten das Klinikum nun in kürzeren Abständen als bisher besuchen und freuen uns, bald wieder Neues aus dem Klinikum zu erfahren“, fasst Christa Kollmeier ihre Eindrücke zum Abschluss des Nachmittags zusammen.

 

 

 


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