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28.01.2016

Guter Mix aus Praxis und Lehre

Fachvertreter-Treffen RUB

Fachvertreter  des Klinikums, des HDZ NRW und der Mühlenkreiskliniken tauschen sich im Klinikum Herford über den Lehrplan aus.

Seit gestern steht der Termin fest: Am 17. Oktober beginnen die Vorlesungen im Klinikum Herford und an den Mühlenkreiskliniken für die ersten Medizinstudierenden der Ruhr-Universität Bochum. Im Wintersemester 2016 werden sie in Ostwestfalen-Lippe den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. Fachvertreter der Mühlenkreiskliniken, des HDZ NRW, des Klinikums und der Ruhr Universität Bochum tauschten sich über die Struktur und den Zeitplan der Lehre aus. Genug Platz für 60 Studierende ist vorhanden, die Renovierungsarbeiten im Akademischen Lehrgebäude auf dem Gelände des Klinikums laufen demnächst an. Moderne Skills-Labs und Übungsräume sowie PC-Arbeitsplätze werden allen Studierenden zur Verfügung stehen“, freut sich Vorstand Martin Eversmeyer.

Vormittags Vorlesung und Nachmittags am Krankenbett

Vom ersten bis zum sechsten Semester werden die Studierenden in Bochum unterrichtet, ab dem 7. Semester werden sie zwei Jahre in OWL verbringen und in den medizinischen Pflichtfächern aus dem Klinikum Herford und den Mühlenkreiskliniken unterrichtet werden. Die Professoren Dietrich Henzler, Günther Winde und Klaus Weichert-Jacobsen werden ihre Vorlesungen in Minden halten, Blockpraktika und Unterricht am Krankenbett finden in Herford statt. „Jeden Montag und Donnerstag Nachmittag wird es nach den Vorlesungen, die zwischen 8:00-12:00 Uhr stattfinden, Unterricht am Krankenbett geben“, erläutert Martin Eversmeyer. Die Studierenden werden in kleinen 6er Gruppen von jeweils einem Arzt begleitet. Gemeinsam werden Visiten durchgeführt, die Studierenden erfahren so sehr praxisnah, wie Patienten versorgt werden müssen. „Es gibt dabei natürlich auch Aufgaben, zum Beispiel zur Dokumentation in der Patientenakte, die gelöst werden müssen. Ein Arzt steht ihnen immer als Ansprechpartner zur Seite.“ Die Fachvertreter liegen viel Wert darauf, dass die Vorlesungen mit der praktischen Ausbildung verknüpft sind und so das Lernen nicht nur praxisorientierter ist, sondern auch der Lerneffekt durch die Mischung größer ist.

In einem Blockpraktikum im 10. Semester haben die Studierenden sechs Monate Gelegenheit, den Alltag auf den Stationen mit zu erleben. In den letzten beiden Semestern (11. und 12.) werden die Studierenden ihr Praktisches Jahr (PJ) absolvieren. In den Sommersemestern haben die Studierenden die Chance, zu forschen. Sie bekommen Gelegenheit, ihre Doktorarbeiten zu entwickeln und ihre Erkenntnisse mit den Professoren zu besprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das „Bochumer-Modell“

Mit der Ausweitung der Medizinerausbildung in Ostwestfalen-Lippe (OWL) wächst das Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB) auf beachtliche neun Standorte und rund 500.000 behandelte Patienten pro Jahr. Die Besonderheit des sogenannten „Bochumer Modells“ ist, dass die Medizinerausbildung an der Ruhr-Universität dezentral organisiert wird. Gemeinsam mit folgenden ostwestfälischen Kliniken in Bad Oeynhausen, Herford, Lübbecke-Rahden und Minden ist das Universitätsklinikum der RUB nunmehr eines der größten Universitätsklinika in Deutschland. In Ostwestfalen erfolgt die Ausbildung der Mediziner in den Krankenhäusern:

 

-       Klinikum Herford

-       Auguste-Viktoria-Klinik, Bad Oeynhausen

-       Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen

-       Johannes Wesling Klinikum Minden

-       Krankenhaus Lübbecke-Rahden

 

„Wir möchten bei der Entwicklung der Universitätsstandorte einen Beitrag für die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe leisten. Nicht nur die fachlichen Kompetenzen, sondern auch der persönliche „kurze Draht“ zu den Professoren soll junge Menschen für OWL interessieren“, erläutert Dr. med. Arno Schäfer, Leiter des Medizinmanagements. Die Anzahl der Studierenden (nach aktuellem Stand 71) ermöglicht, dass eine gute Betreuung angeboten werden kann. Die Ärzte möchten das Gefühl vermitteln, hier gut aufgehoben zu sein.


Universitäre Ausbildung im Klinikum Herford, den Mühlenkreiskliniken (MKK) und im  Herz-Diabetes-Zentrum (HDZ)

Im Rahmen der Erweiterung des Kooperationsmodells der Ruhr Universität Bochum werden die Pflichtfächer Anästhesiologie, Chirurgie und Urologie am Standort Herford angeboten, das Pflichtfach Orthopädie am Standort Bad Oeynhausen, die Pflichtfächer Psychiatrie/Psychotherapie, Psychosomatische Medizin/Psychotherapie am Standort Lübbecke und die Pflichtfächer Augenheilkunde, Dermatologie/Venerologie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinderheilkunde und Neurologie am Standort Minden. Außerdem sind die Querschnittsbereiche Medizin des Alters, Notfallmedizin und Bildgebende Verfahren ebenfalls am Standort Minden verortet. Am Johannes Wesling Klinikum Minden wird derzeit ein Hörsaalgebäude gebaut, in dem ein Großteil des theoretischen Unterrichts während des zweijährigen Studienaufenthaltes in Ostwestfalen-Lippe durchgeführt wird. Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, wird sich an der Lehre in einigen speziellen Teilgebieten u.a. in der Inneren Medizin und der Chirurgie beteiligen. Mit der Erweiterung der Kooperation ist insbesondere auch eine Stärkung in der Ausbildung zum Allgemeinmediziner verbunden. Es wird erwartet, dass Studierende auch nach Abschluss ihrer Ausbildung vermehrt als Ärzte in der Region niederlassen.

 

Fächerübergreifende Lehre

Mit dem Medizinstudium in Herford und Minden ist eine grundlegende Reform des Studiengangs verbunden. Hier setzt die Besonderheit des Herforder Ausbildungsmodells an. Die traditionelle Aufsplittung der Lehre nach Fachgebieten wird weitgehend aufgegeben zugunsten einer fächerübergreifenden Krankheitslehre. Sie soll die Aspekte der Erkrankungen und ihrer Therapie umfassender darstellen. Die drei beteiligten Chefärzte planen, in Trainingslaboren gemeinsam medizinische Basistätigkeiten regelrecht zu trainieren und Handlungsalgorithmen für besondere Behandlungssituationen und Notfälle mit den Studierenden einzuüben. Dafür bieten sich die drei technikorientierten und trainingsintensiven Herforder Fächer Anästhesie, Chirurgie und Urologie im Ausbildungsverbund mit den MKK besonders an. „Wir sehen hier eine besonders wirksame Unterstützung des Bochumer Konzeptes der praxisorientierten Lehre“, so Prof. Dr. med. Klaus Weichert-Jacobsen, Beauftragter für Lehre und Forschung.


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