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15.05.2014

Der Beruf einer „Pain Nurse“

„Wenn wir kommen, sind immer alle zufrieden“, freut sich Christine Lörzer, 42 Jahre alt, aus Herford. Falls Sie sich jetzt die Frage stellen, welchen Job diese strahlende Frau wohl hat: Christine Lörzer ist Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivpflege, 42 Jahre alt, hat zwei Kinder und ist stolz, vor sieben Jahren die Möglichkeit der Weiterbildung zur „Pain Nurse“ ergriffen zu haben. Damit nimmt sie einen wichtigen Platz in der schmerztherapeutischen Betreuung von Patienten ein, die für einen operativen Eingriff ein regionalanästhesiologisches Verfahren erhalten haben.

„Noch vor sieben Jahren gab es keine Pain Nurses (= Schmerzmanagement durch ausgebildete Pflegekräfte) am Klinikum Herford.“ Ich hatte 2007 einen Skiunfall in der Schweiz. Mir wurde bewusst, dass eine professionelle schmerztherapeutische Behandlung nach einer Operation notwendig ist“, begründet sie Ihren Wunsch zur Fortbildung.

Schmerzen stellen in Einrichtungen des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Hospizen, Pflegeheimen) ein weitverbreitetes Problem dar. „Vielen Patienten könnten diese Schmerzen erspart bleiben, wenn die Erkenntnisse der modernen Schmerztherapie konsequent umgesetzt werden“, sagt Christine Lörzer, die mittlerweile Teil eines 5-köpfigen „Pain Nurse“- Teams in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Rettungsmedizin und Schmerztherapie ist. Ziel des Schmerzmanagements ist es, der Entstehung von Schmerzen vorzubeugen, Schmerzen zu beseitigen oder diese auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Insbesondere Patienten, denen schmerzhafte Operationen bevorstehen, wie zum Beispiel das Einsetzen eines neuen „künstlichen“ Kniegelenks kann mit modernen Verfahren oft sehr gut geholfen werden. Über einen speziellen dünnen Katheter werden kontinuierlich kleine Mengen schmerzreduzierender Medikamente in der Nähe des entsprechenden schmerzleitenden Nervens eingesetzt. Die Pain Nurse überprüft die Schmerzintensität und kann so die Dosis in Absprache mit dem Patienten anpassen.

Neben körperlichen Beschwerden dürfe, so Lörzer, die Psyche nicht weniger Berücksichtigung erfahren: „Wir versuchen den Patienten auch die Angst vor Schmerzen zu nehmen“, ergänzt die selbstbewusste Frau, die am meisten schätzt, Patienten über den richtigen Umgang mit Schmerzmedikamenten zu informieren. Frau Lörzer hält regelmäßig Fortbildungen zum Thema Schmerzmanagement, damit zunehmend mehr Mitarbeiter grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Akutschmerzen erlernen.
In der kommenden Ausgabe der Klinik-Zeitung stellen wir Ihnen den ärztlichen Akutschmerzdienst am Klinikum vor.

Foto: (Klinikum Herford)
Marianne Steffen, Patientin
Christine Lörzer, Pain Nurse am Klinikum


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